129.02 Schnittstellendatei (CSV-Format)
Dieses Format für die Übergabedatei wird benutzt, wenn die Markierung «CSV-Format» aktiviert ist (siehe INI-Einstellung "CSVsyntax = Y" in Sektion [PDV129]).
Für die Schnittstellendatei gelten folgende Vereinbarungen:
  • Die Schnittstellendatei ist eine Datei (Format ASCII) mit beliebiger Satzlänge. Jeder Datensatz muss mit <CR><LF> abgeschlossen sein.
  • In der Schnittstellendatei können mehrere Baukastenstücklisten bzw. Teilestämme enthalten sein.
  • Die Schnittstellensätze können Stücklisteninformationen (Satzart "Stückliste") und Teilestamm-Informationen (Satzart "Teilestamm") enthalten.
  • Die Satzart "Teilestamm" ist dadurch definiert, dass in Spalte F (Teilenummer 1) ENDE steht. Es können mehrere Sätze mit Satzart "Teilestamm" hintereinander vorhanden sein.
    Die nicht im Schnittstellenaufbau beschriebenen Felder werden aus dem Vorbelegungssatz des Teilestamms übernommen.
  • Die Satzart "Stückliste" (Stücklistensätze) ist dadurch definiert, dass zumindest eine Komponente (ab Spalte F) angegeben ist. Jeder Satz beinhaltet die Information zu allen Komponenten (Member) eines Baukastens (Owner), sowie die Teilestammdaten zum Owner. Die Angabe der Komponenten erfolgt ab der Spalte F und wird mit dem Eintrag ENDE anstelle einer Teilenummer beendet. Je Komponente wird die Teilenummer und die Einsatzmenge in Mengeneinheit Lager übergeben. Die Positionsnummernvergabe erfolgt in 10er-Schritten. Falls allerdings zwischendurch leere Teilenummern übergeben werden (...Teil1;1;;1;;1;Teil2;1;...), wird dennoch eine Position "verschwendet", es kann also zur Vergabe von Position 10, 40, usw. kommen.
  • Die Übergabe einer Baukastenstückliste erfolgt zum Beispiel in der Form, dass zuerst die Teilestammsätze für die Komponenten übergeben wird (Satzart "Teilestamm") und anschließend der Baukasten (Satzart "Stückliste").
  • Als Feldtrenner der einzelnen Spalten wird immer das Semikolon (;) verwendet
  • Die Mengenangaben müssen den Punkt als Dezimaltrenner besitzen.
  • Als erste Zeile müssen immer die Spaltenbezeichnungen übergeben werden. Beim Import wird die erste Zeile daher bedingungslos ignoriert.
  • Falls bei der Satzart "Stückliste" der Teilestammsatz zum Baukasten (Owner) fehlt, wird dieser angelegt. Eine Aktualisierung des Owners findet dagegen mit Satzart "Stückliste" nicht statt.
  • Falls der Baukasten nur übernommen werden soll, wenn alle Teilestammsätze für die Komponenten (Stücklistenpositionen) in infra:NET bereits angelegt sind, kann die INI-Einstellung "STLCheckTSS = Y" verwendet werden. Dabei wird die Existenz des Baukastenteilestammsatzes nicht geprüft, dieser wird bei Bedarf neu angelegt, siehe oben.
  • Fehlende Spalten am Ende werden akzeptiert. Sie werden wie alle anderen nicht in der Schnittstelle enthaltenen Felder des Teilestamms aus den jeweiligen Vorbelegungssätzen der Teilestammdateien versorgt.
  • Es werden auch LPCV-Teile bei Bedarf neu angelegt. Ob es sich um LPCV-Teile handelt, wird anhand der Übergabe in Spalte "Chargenart" erkannt.
  • Es werden alle Lagerstammsätze (Hauptlager, Wareneingangslager und Fertigungslager) angelegt.
    Beim Aktualisieren von Teilen bleiben die Lager unverändert.
    Per INI-Einstellung CSV-Lagerliste können weitere Lager angelegt werden.
  • Die Markierung «vorhandene Teilestammdaten ändern» gilt nicht nur für die Satzart "Teilestamm" sondern auch für die übergebenen Owner-Teilestammdaten bei Satzart "Stückliste".
  • Falls ein zu aktualisierender Teilestamm den Status „Angebotsteil“ (A) besitzt, wird der Status auf „Aktiv“ (Leerzeichen) geändert.
  • Die Übergabe von Texten ist nicht möglich.
  • Folgende INI-Einstellungen werden bei dieser Schnittstelle ausgewertet:
  • „CSV-AF15muss“: Anwenderfeld 15 muss übergeben werden.
  • „CSV-Lagerliste“: Liste von anzulegenden Lagern
  • "Delete“: Bei Übernahme von Stücklisten Positionen im angegebenen Bereich löschen.
  • "DruDelPollAnz“: Im Pollmodus Druckausgabefenster regelmäßig "leeren".
  • "DruKanalMailn“: Bei Fehlern das Druckprotokoll per E-Mail verschicken
  • "ImportFormat“: Legt fest, ob übergebene Daten als ISO-Zeichen interpretiert werden
  • "PDMtext“: Über eine separate ASCII-Datei "PDM+Teilenummer" Memotext übergeben
  • "STLCheckTSS“: Baukasten nur übernehmen, wenn der Teilestamm für alle übergebenen Komponenten vorhanden ist.
  • "SearchText“: Text für Textzeilen wird mit bereits vorhandenen Konserven verglichen
  • "Formel-" aus Sektion [PDV121]: Einsatzmenge laut Formel berechnen
  • "PDV129“ aus Sektion [PATH]: Übergabedateiverzeichnis
Mit der INI-Einstellung CSV-MBuSB-NurHL in Sektion [PDV129] kann festgelegt werden, dass die übergebenen Melde- und Sicherheitsbestände nur im Hauptlager und im Teilestamm eingetragen werden.
In den restlichen Lagern wird Melde- und Sicherheitsbestand 0 eingetragen.
Im Defaultfall werden auch das Fertigungslager und das Wareneingangslager (sofern laut Vorbelegungssatz für den Teilestamm gefüllt) sowie die unter dem Schlüssel CSV-Lagerliste angegebenen Lager mit den in der Schnittstelle übergebenen Melde- und Sicherheitsbeständen versorgt.
Im Echtlauf wird vor der Datenübernahme die Übergabedatei in Übergabedatei.129 umbenannt. Nach erfolgter Übernahme wird je nach Markierung «Übergabedatei löschen» entschieden, ob die Übergabedatei gelöscht werden soll. Wenn die Datei nicht gelöscht werden soll, bekommt diese wieder den ursprünglichen Dateinamen.
Aufbau der Schnittstellendatei
Spalte
Beschreibung
infra-Datenbankfeld
A (1)
Beliebiger Inhalt, z.B. Position aus der Excel-Tabelle
Keine Übernahme nach infra:NET
B (2)
Merkmal 8 für Teilestamm
Datei 6, Feld 77
C (3)
Teilenummer
Datei 6, Feld 3 und Datei 7, Feld 3
D (4)
Bezeichnung 2
Datei 6, Feld 57
E (5)
Bezeichnung 1
Datei 6, Feld 4
 
Ab der Spalte F (Spalte 6) bis zum Eintrag ENDE in einer nachfolgenden Spalte sind die Komponenten (Member) des Baukastens aufgeführt. Es wird jeweils die Teilenummer und die Menge übergeben. Paare mit leerer Teilnummer werden akzeptiert und überlesen.
Falls in Spalte F ENDE steht, wird ein reiner Teilestammimport durchgeführt.
Spalte
Beschreibung
infra-Datenbankfeld
F (6)
Teilenummer 1 für erste Komponente (Member)
Falls in Spalte F ENDE steht, wird ein reiner Teilestammimport durchgeführt!
Datei 7, Feld 7
G (7)
Menge zu Teilenummer 1 immer in Mengeneinheit Lager
Datei 7, Feld 8
…..
Teilenummer 2 für zweite Komponente (Member)
Datei 7, Feld 7
…..
Menge zu Teilenummer 2 immer in Mengeneinheit Lager
Datei 7, Feld 8
 ......      usw.
ENDE.
Sobald ENDE in einer Spalte steht, ist die Übergabe der Komponenten abgeschlossen und es folgen Angaben zum Owner für die Anlage als Teilestammsatz:
Spalte
Beschreibung
infra-Datenbankfeld
 
Zeichnungsnummer
Datei 6, Feld 12
 
Klassifizierung
Datei 6, Feld 7
 
Kennung Verkaufsteil: Falls nicht 1 übergeben wird, übernimmt infra:NET fix Wert 0, also kein Verkaufsteil
Datei 6, Feld 52
 
Kennung Einkaufsteil: Falls nicht 1 übergeben wird, übernimmt infra:NET fix Wert 0, also kein Einkaufsteil
Datei 6, Feld 53
 
Teile-Art
Datei 6, Feld 10
 
Teile-Gruppe
Datei 6, Feld 11
 
Preiseinheit: Übergabe 0 wird durch 1 ersetzt
Datei 6, Feld 23
 
Dispositionsart: Wird nicht überprüft!
Datei 6, Feld 14
 
Disponent
Datei 6, Feld 5
 
EU-Warengruppe
Datei 6, Feld 35
 
EU- Herkunftsland
Datei 6, Feld 37
 
Beschaffungszeit
Datei 6, Feld 18
 
Beschaffungsmenge
Datei 6, Feld 19
 
Chargenart:
Bei Übergabe von Leerzeichen wird das Teil als Nicht-LPCV-Teil interpretiert.
Alle anderen Werte werden bedingungslos akzeptiert
Datei 87, Feld 2
 
Chargenformat. Falls nicht 1 übergeben wird, übernimmt infra:NET fix Wert 0, also nicht global
Datei 87, Feld 7
 
Markierung tageweise: Falls nicht 1 übergeben wird, übernimmt infra:NET fix Wert 0, also nicht tageweise.
Hinweis
Die globale Vergabe der Chargenbezeichnung wird aus dem Vorbelegungssatz übernommen. Wenn "global" vorbelegt ist, sind die übergebenen Felder für Format und "tageweise" ohne Bedeutung, werden aber übernommen.
Datei 87, Feld 30
 
Basismenge
Datei 6, Feld 15
 
Losgröße
Datei 6, Feld 16
 
Verkaufsgruppe
Datei 28, Feld 5
 
MwSt-Kennzeichen und Vorsteuerkennzeichen. Beide Felder haben den gleichen Wert
Datei 28, Feld 6 und Datei 104, Feld 16
 
Hauptlager: Der entsprechende Lagerstammsatz wird angelegt.
Wird kein Lager übergeben (Leerzeichen, leere Spalte) wird das Hauptlager aus dem Vorbelegungssatz übernommen. Beim Aktualisieren wird das Hauptlager nicht verändert.
Datei 27, Feld 2
 
Kennung Lagerstatistik: Bei ungültigen Werten (nicht 0 bis 5) wird 0 übernommen
Datei 27, Feld 12
 
Melde- und Sicherheitsbestand: Beide Felder haben den gleichen Wert.
Wird auch in den Lagerstamm übernommen
Datei 27, Feld 22 und Feld 23 Datei 24, Feld 6 und Feld 7
 
Inventurkennung: Bei ungültigen Werten (nicht S oder P) wird S übernommen
Datei 27, Feld 20
 
Inventurabstand
Datei 27, Feld 21
 
Lieferant
Datei 6, Feld 21
 
Einkaufspreis
Datei 27, Feld 14
 
Gewicht netto
Datei 6, Feld 24
 
Gewicht brutto
Datei 6, Feld 92
 
Herstellernummer (Anwenderfeld 6)
Datei 6, Feld 96
 
Hersteller
Datei 6, Feld 6
 
Anwenderfeld 15 (z.B. als Preisteilenummer verwendet). Per INI-Einstellung CSV-AF15muss kann festgelegt werden, dass dieses Feld übergeben werden muss (ungleich Leerzeichen), ansonsten wird die Teilestammübernahme abgelehnt
Datei 6, Feld 128
 
Einkaufsgruppe
Datei 27, Feld 13
 
Priorität
Datei 27, Feld 79
 
Mengeneinheit Versand
Datei 28, Feld 15
 
Kalkulationsmenge
Datei 6, Feld 104
 
Anwenderfeld 20 (RoHS complaint)
Datei 6, Feld 137
 
Anwenderfeld 29 (RoHS Substance)
Datei 6, Feld 146
 
Anwenderfeld 21 (REACH complaint)
Datei 6, Feld 138
 
Anwenderfeld 16 (SVHC)
Datei 6, Feld 131
 
Anwenderfeld 23 (UmstellSUB)
Datei 6, Feld 140
 
Anwenderfeld 24 (Untergruppe)
Datei 6, Feld 141
 
Anwenderfeld 25 (Typ TG)
Datei 6, Feld 142
 
Index
Datei 6, Feld 65
 
Anwenderfeld 4 (Bedruckung)
Datei 6, Feld 94
 
Symb19 (KundeAuftragFa)
Datei 6, Feld 189
 
Symb18 (TGFert)
Datei 6, Feld 188
 
Werkstoff
Datei 6, Feld 123
 
Kennung Scheinbaukasten
Falls nicht leer, wird die Kennung gesetzt („S“)
Datei 27, Feld 94
 
Kennung „Arbeitsplan für Scheinbaukasten kopieren“
Falls nicht leer, wird die Kennung gesetzt („S“)
Datei 27, Feld 95
 
Lagermengeneinheit
Falls leer wird, die Mengeneinheit aus dem Vorbelegungssatz für Datei 6 verwendet.
In jedem Fall wird die Mengeneinheit Lager auch als Mengeneinheit Einkauf und Verkauf übernommen
Datei 6, Feld 13
Datei 27, Feld 7
Datei 28, Feld 2
 
Symb17 (Kennung Verkaufsstückliste)
Falls ungleich „1“ wird Leerzeichen übernommen
Datei 6, Feld 187
 
Symb20 (Kodierungen)
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 143
 
Extra-Arbeitsplan
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 25
 
Symb11 (Kennung Verkaufsstückliste)
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 181
 
Kuehlung (IndexStl)
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 194
 
Art2 (IndexArbpln)
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 201
 
Anwenderfeld 28 (ModNr)
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 145
 
Symb1 (ModIndex)
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 171
 
Symb3 (MBPnoVUrsach)
Jeder Wert, auch Leerzeichen, wird übernommen
Datei 6, Feld 173