129.11 Schnittstellendatei (XML-Format, Art 8, PROCAD)
Dieses Format für die Übergabedatei wird benutzt, wenn die INI-Einstellung "SL-Art = 8" in Sektion [PDV129] aktiviert ist.
Hinweis:
Es handelt sich hier nicht um eine Standardschnittstelle zu PROCAD.
Für die Schnittstellendateien gelten folgende Vereinbarungen:
  • Für die Übergabe muss ein Verzeichnis mit dem Dateinamen für die Schnittstellendatei(en) angegeben werden.
    Beim Dateinamen sind auch Platzhalter zulässig, denn je Übergabe wird eine neue Datei verwendet. Mit der Angabe „Verzeichnis\*.*“ werden z.B. alle Schnittstellendateien aus dem Verzeichnis ausgewertet.
    Mit der Einstellung XMLDateien in Sektion [CADSL8] oder dem Menü VORBELEGUNG kann die Eingabe vorbelegt werden.
  • In einer Datei können alle Kombination von Teile- und Stücklistendaten übergeben werden, also nur Teile, nur Stücklisten oder Stücklisten und Teile.
  • Als Schnittstellendateien werden XML-Dateien erwartet (Format UTF-16).
  • Die XML-Dateien werden durch eine XSL-Transformation in ASCII-Dateien umgewandelt (Aufbau s.u.), die im Verzeichnis IMP abgelegt werden.
  • Nach erfolgter Übernahme werden im Echtlauf die Übergabedateien gelöscht.
  • Numerische Angaben müssen einen Punkt oder ein Komma als Dezimaltrenner besitzen.
  • Solange die Übergabedatei geöffnet ist, darf das CAD-System nicht übergeben (da immer neue Dateien kommen, dürfte der Fall nicht auftreten).
  • Übergaben werden in einem zu konfigurierenden Responseverzeichnis protokolliert.
    Dabei werden XML-Dateien mit dem Namen der Übergabedatei verwendet, denn zu jeder Übergabedatei gibt es eine eigene Response-Datei.
  • Folgende INI-Einstellungen werden bei dieser Schnittstelle ausgewertet:
  • „Auswahl“ zum Start mit Auswahldialog für Schnittstellenart
  • „StartPoll“ zum Start im Echtlauf und Pollmodus
  • „EndeZeitPoll“ zum Beenden des Programms im Pollmodus zur konfigurierten Uhrzeit
  • „DruDelPollAnz“: Im Pollmodus Druckausgabefenster regelmäßig "leeren".
  • „DruKanalMailn“: Bei Fehlern das Druckprotokoll per E-Mail verschicken
  • „FehlProtDat“: Fehlerprotokolldatei
  • „SLart8-PosAuto“: Vergabe der Positionsnummer
  • „VBteilSLart2“: Teilenummer Vorbelegungssätze
  • FeldN in Sektion [CADSL8]: Felder für Teilestamm nicht übernehmen
  • FLD-… in den Sektionen [CADSL8] und [CADSL8-STL]: Individuell definierbare Feldübergaben
  • Gewicht in Sektion [CADSL8-STL]: Keine Versorgung Nettogewicht im Teilestamm aus Summe der Komponentengewichte
  • XMLDateien in Sektion [CADSL8]: Vorbelegung Übernahmeverzeichnis/Dateimuster
  • XMLResponse in Sektion [CADSL8]: Vorbelegung Übernahmeergebnisverzeichnis
  • XSLDatei in Sektion [CADSL8]: Zu verwendende XSL-Transformation
Teilestamm
  • Die Teilestammdaten aus den Übergabedatei(en) werden übernommen.
  • Bei einem neuen Teilestamm können als "Grundvorbelegung“ spezielle Vorbelegungssätze verwendet werden, ansonsten gelten die "normalen" Vorbelegungssätze für den Teilestamm.
    Dazu wird ein regulärer Teilestamm verwendet. Die Teilenummer, z.B. "M129-VBELEG“, kann über die INI-Einstellungen "VBteilSLart2“ in Sektion [PDV129] konfiguriert werden Der Status dieses Teilestamms sollte inaktiv sein. Der Teilestamm darf sonst nirgends benutzt werden, da für die Vorbelegung die Sätze aus Datei 6, 27, 28 und 104 ohne jede Feldprüfung verwendet werden. Z.B. werden Bestände nicht auf 0 geprüft.
  • Das Teil wird als Nicht-LPCV-Teil angelegt und fix mit Gewichtseinheit 1.
    Hinweise:
    Allerdings können über die INI-Einstellung FLD-… in Sektion [CADSL8] auch Felder aus der Teilestammdatei für LPCV (Datei 87) übernommen werden.
    Dass Teile als LPCV-Teile angelegt werden, muss per individueller Anpassung erfolgen. Das Feld 87 in Datei 6 muss per CADSL8-Einstellungen mit einer 1 versorgt werden.
  • Die Bezeichnung 1 wird auch bei bestehenden Teilen aktualisiert, nur Leerzeichen werden nicht akzeptiert.
  • Die Mengeneinheit wird auch als Einkaufs- und Verkaufsmengeneinheit übernommen und nur bei neuen Teilen berücksichtigt, nicht bei der Aktualisierung.
  • Die Preiseinheit wird nur bei neuen Teilen berücksichtigt, nicht bei der Aktualisierung.
  • Die Klassifizierung wird in Großbuchstaben umgewandelt und bei Aktualisierung eines vorhandenen Teilestamms nur korrigiert, wenn nicht nur Leerzeichen übergeben werden.
  • Der Teilestatus wird aus der Schnittstelle übernommen und muss „übersetzt“ werden (per XSL).
  • Übergabe 300 bedeutet für infra:NET aktives Teil (Status „ „),
    Übergabe 400 bedeutet für infra:NEZ inaktiv (Status i),
    Default ist „ „
    Der Status wird auch bei bestehenden Teilen aktualisiert.
  • Es werden immer automatisch die Lager zu den Lagerangaben aus dem Vorbelegungssatz angelegt.
Aufbau der Schnittstellendatei für den Teilestamm
Die Spalte „Feld intern“ wird bei der INI-Einstellung FeldN in Sektion [CADSL8] ausgewertet.
Beschreibung
XML-Name
Infradatei
Infrafeld
Format
Pos. in Schnittstelle
Feld intern
Satzart fix TSS
s. XSL-Datei
 
 
C3
1
 
Teilenummer infra
s. XSL-Datei
6
3
C15
4
 
Bezeichnung 1
s. XSL-Datei
6
4
C30
29
 
Mengeneinheit
s. XSL-Datei
6
13
C2
89
 
Preiseinheit
s. XSL-Datei
6
23
N4
95
 
Klassifizierung
s. XSL-Datei
6
7
C15
100
 
Status
s. XSL-Datei
6
1
C1
125
1
Bezeichnung 2
s. XSL-Datei
6
57
C30
126
2
Ersteller
s. XSL-Datei
6
145
C39
156
3
Werkstoffnummer
s. XSL-Datei
6
123
C25
195
4
Werkstoff
s. XSL-Datei
104
51
C25
220
5
Oberfläche
s. XSL-Datei
104
52
C30
245
6
EV-Kennzeichen
s. XSL-Datei
6
58
C1
275
7
Abmessung
s. XSL-Datei
6
131
C60
276
8
Norm
s. XSL-Datei
6
160
C50
336
9
Verwendung
s. XSL-Datei
6
53
C1
386
10
FremdSpracheBezEng
(Textident TNB)
s. XSL-Datei
46
 
C30
387
 
FremdSpracheBez2ENG
(Textident TNB, Teil 2)
s. XSL-Datei
46
 
C30
447
 
FremdSpracheBezFRA
(Textident TNB)
s. XSL-Datei
46
 
C30
507
 
FremdSpracheBez2FRA
(Textident TNB, Teil 2)
s. XSL-Datei
46
 
C30
567
 
Infotext
s. XSL-Datei
6
162
C100
627
11
TS-Revision
s. XSL-Datei
6
65
C20
727
12
Hersteller
s. XSL-Datei
6
6
C25
747
13
Herstellernummer
s. XSL-Datei
6
94
C50
772
14
Spezifikation
s. XSL-Datei
6
95
C50
822
15
Masse in kg, wird formatiert
s. XSL-Datei
6
24
C20
872
16
Workflow-Status: Übernahme nur, wenn Teilenummer mit B oder S beginnt
s. XSL-Datei
6
5
C5
892
17
Elo
s. XSL-Datei
6
136
C1
897
18
Stückliste
  • Die Stücklistendaten aus den Übergabedatei(en) aus dem angegebenen Verzeichnis werden übernommen.
  • Pro Übergabedatei wird nur eine oder keine Stückliste übergeben.
  • Bestehende Baukästen werden vor der Neuanlage gelöscht.
  • Falls an Position 105 eine Positionsnummer > 0 übergeben wird, gilt diese, ansonsten werden Positionsnummern bei der Übernahme generiert, siehe INI-Einstellung
    SLart8-PosAuto in Sektion [PDV129].
  • Positionsnummern werden bei der Übernahme generiert, siehe INI-Einstellung SLart8-PosAuto in Sektion [PDV129].
  • Zum Zeitpunkt der Stücklistenübergabe müssen alle verwendeten Teilestämme bereits in infra:NET existieren.
    Falls ein Teilestammsatz zum Baukasten oder zur Komponente fehlt, wird dies im Protokoll vermerkt und der Baukasten wird nicht übernommen.
    Achtung, im Probelauf wird ggf. ein fehlendes Teil reklamiert, das dann erst im Echtlauf angelegt wird.
  • Nach der Übernahme der Stückliste erfolgt eine Summenbildung zur Ermittlung des Nettogewichts für die Baugruppe. Im Teilestamm Owner wird das Nettogewicht (Bruttogewicht bleibt unverändert) eingetragen. Das aktuelle Nettogewicht wird immer überschreiben.
  • Falls 0 als Einsatzmenge übergeben wird, wird die Menge aus Länge * Breite ermittelt.
    In der CAD-Stückliste wird z.B. eine Position mit 4 x 2m Profil (Länge * Breite) übergeben. Daraus ermittelt infra:NET dann die Menge für die Stücklistenposition.
    In der Stückliste wird im Beispiel als Menge 8 eingetragen und in den Feldern für die Maße 4 bzw. 2 m. Die Maßangaben werden als Länge und Breite sowie Maßeinheit Maße übernommen.
    Hinweis: Die Mengeneinheit in der Stückliste kommt aber immer aus dem Teilestamm!
  • Falls die übergebene „Sollmenge“ (Übernahme in Datei 7, Feld 17) größer 0 ist und die ermittelte Menge in der Stückliste 0 ist, wird die Kennung "Sollabbuchen" (Datei 7, Feld 26) auf "1" für Sollabbuchung gesetzt.
  • Texte werden wie unten beschrieben übernommen (s. Position 110)
Aufbau der Schnittstellendatei für die Stückliste
Beschreibung
XML-Name
Infra-Datei
Infra-Feld
Format
Pos. in Schnittstellendatei
Satzart fix STL
s. XSL-Datei
 
 
C3
1
Ownerteilenummer infra
s. XSL-Datei
7
3
C15
4
Memberteilenummer infra
s. XSL-Datei
7
7
C15
29
Länge (wird formatiert)
s. XSL-Datei
7
19
N7.3
54
Breite (wird formatiert)
s. XSL-Datei
7
20
N7.3
69
Maßeinheit Maße
s. XSL-Datei
7
15
C6
84
Sollmenge
s. XSL-Datei
7
17
C15
90
Position Stückliste (wird formatiert)
s. XSL-Datei
7
4
n5
105
Der folgende Text wird als Textkonserve in Datei 46 abgestellt. Dabei werden je 80 Zeichen zu einer Zeile mit max. 80 Stellen abgestellt (Achtung, im DataDictionary werden im Standard nur 78 Stellen für das Textfeld genutzt). Leerzeilen am Ende werden nicht abgestellt.
Es wird jedes Mal eine neue Textnummer ermittelt (Ident STL und Nummer laut Nummernkreis-Parameter „NK121T?“.
Außerdem wird eine Textposition in Datei 8 abgestellt (gleiche Positionsnummer wie die S-Zeile und Unterposition um 1 erhöht)
Text
s. XSL-Datei
8/46
 
C400
110
Einsatzmenge, falls 0 aus Länge * Breite (wird formatiert)
s. XSL-Datei
7
8
N7.3
510, max. 15 Stellen