12S.01 Wasserverbrauch o.ä. verwalten (Zählerstände)
Um Zählerstände, z.B. für den Wasserverbrauch, verwalten und den Verbrauch abrechnen zu können, müssen einige Felder in die Standarddialoge neu eingebaut werden und es müssen INI-Einstellungen aktiviert werden.
Zur Abrechnung des Wasserverbrauchs gibt es Felder für den alten und neuen Zählerstand in der Stückliste und im Rechnungsausgang. Aus den Zählerständen in der Stückliste werden bei der Generierung des Serviceauftrags die Verbrauchsmengen im Auftrag errechnet und mit der Fakturierung wird der Zählerstand neu in der Stückliste in den Zählerstand alt übernommen und die ursprünglichen Zählerstände werden in der Rechnungsausgangsdatei aufgenommen.
Über ein Steuerfeld in der Stückliste können auch statt einer Berechnung des Verbrauchs Abschläge über Z-Zeilen (Gutschriften) veranlasst werden.
Sobald die INI-Einstellung „Wasser = Y“ in Sektion [PDV12S] aktiviert ist, gelten folgende Besonderheiten bei der Generierung und dem Durchlauf der Serviceaufträge:
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Es wird die Teilenummer „WASSER“ bzw. die im INI-Eintrag „WasserTeil“ aus der Sektion [PDV12S] hinterlegte Teilenummer anstelle von „PFLEGE“ in den Stücklistenpositionen verwendet.Hinweis: Die Mengeneinheit für dieses Teil sollte Kubikmeter (m³) sein.
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Beim Generieren der Aufträge werden die Auftragsmenge, die Liefermenge und die zu fakturierende Menge aus der Differenz zwischen neuem und altem Zählerstand aus der Stücklistenposition ermittelt. Das Ergebnis wird auf eine ganze Zahl (also im Normalfall Kubikmeter) aufgerundet.
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Die Zählerstände sind im Standarddialog von "121 Stückliste bearbeiten" nicht enthalten und müssen individuell eingebaut werden.Siehe Anleitung zum Einbau der Felder bei Beschreibung des INI-Eintrags „Wasser“.
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Beim Ändern des neuen Zählerstands in der Stückliste kann laut INI-Einstellung WasserLiefTerm in Sektion [PDV12S] festgelegt werden, dass das Tagesdatum im Feld «Ablesedatum» (Datei 7, Feld 58) gespeichert wird.Aus diesem Feld wird beim Generieren des Auftrags das Feld Liefertermin im Kundenauftrag versorgt.Falls das Datum in der Stückliste nicht gepflegt ist (Datum 0 oder leer), wird das Tagesdatum der Generierung als Liefertermin übernommen.
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Zählerstände und Steuerfeld (Datei 7, Feld 53) werden aus der Stückliste in die Auftragsposition übernommen (Felder 159 bis 161 in Datei 47).
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Der Preis kommt immer aus dem Verkaufspreis des Teils (im Normalfall Teilenummer WASSER). Die Kennung im Kundenstamm, ob ggf. der Verkaufspreis B verwendet werden soll (Feld 98 = „B“), wird ausgewertet.
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Nach der Fakturierung werden für Auswertungen beide Zählerstande in der Rechnungsausgangsdatei abgestellt und der neue Zählerstand wird als alter Zählerstand in die jeweilige Stücklistenposition zurückgeschrieben.Hinweis: Es wird die erste gefundene Stücklistenposition verwendet (aus Pfad 2, Varianten oder Gültigkeit werden dabei nicht überprüft).Falls in einer Stückliste ein Teil mehrfach auftaucht, kann das nicht abgehandelt werden, die weiteren Positionen werden nicht aktualisiert.Voraussetzung ist, dass der konfigurierte Suchbegriff aus Sektion [PDV12S] mit dem Suchbegriff im Auftrag übereinstimmt.
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Über ein Steuerfeld (Feld 53 in Datei 7) in der Stücklistenposition „N = negative Berechnung“ wird ein negativer Betrag als verdeckte Z-Zeile mit aktivierter Markierung „je ME" generiert.Der Wert je ME wird aus dem Verkaufspreis des Teils „WASSER“ (bzw. dem konfigurierten Teil) übernommen.Als Textnummer wird „WAS“ verwendet, ein entsprechender Zuschlagstext muss angelegt sein.Die K-Zeile wird mit Preis 0 erzeugt, die Menge wird normal aus der Differenz zwischen „Zählerstand Neu“ minus „Zählerstand Alt“ berechnet.Damit können in der Rechnung negative Positionen aufgenommen werden, ohne dass extra eine Gutschrift erforderlich ist.
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Das Steuerfeld ist im Standarddialog von "121 Stückliste bearbeiten" nicht enthalten und muss individuell eingebaut werden. Siehe Anleitung zum Einbau bei der Beschreibung des INI-Eintrags „Wasser“.
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Das Steuerfeld (Feld 53 in Datei 7) aus der Stücklistenposition wird in ein konfigurierbares Anwenderfeld der Datei 23 übernommen, siehe INI-Eintrag WasserSF23 in Sektion [PDV12S]. Falls kein Feld konfiguriert ist, wird nichts übernommen.
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Im Steuerfeld (Feld 53 in Datei 7) können auch andere Werte als „N“ oder Leerzeichen stehen.Z.B. könnte die Kennung „G=geschätzt“ verwendet werden, wenn ein Zähler defekt war und stehen geblieben ist.
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Über die INI-Einstellung WasserOhneGuelt in Sektion [PDV12S] wird für Stücklistenpositionen mit Zählerstand alt < Zählerstand neu (also mit einem Verbrauch) eine Auftragsposition generiert, ohne das Gültigkeitsdatum der Stücklistenposition auszuwerten.Damit können z.B. Zählerwechsel mitten im Monat abgedeckt werden.
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Metallzuschläge zur Berechnung von Grundschutz und Leistungsklassen benutzen.Über die INI-Einstellung WasserZZmet in Sektion [PDV12S] werden Metallzuschläge laut "11O Metallanteile bearbeiten" generiert.Die Zuschläge werden nicht zu der Teilenummer aus der K-Zeile generiert, sondern zum entsprechenden Serviceteil im Feld 152 der Datei 47.Ein im Standarddialog nicht enthaltenes Feld bei den Metallanteilen (Datei 151, Feld 27) steuert, ob der Zuschlag mit Preis 0 generiert wird, auch wenn ein Preis fürs Metall angegeben ist.Damit können z.B. nicht berechnete Leistungen auch aufgeführt werden, die aber bei anderen Teilen berechnet werden.Ein im Standarddialog nicht enthaltenes Feld bei den Metallanteilen (Datei 151, Feld 28) steuert, ob der berechnete Zuschlag durch die Abrechnungsperiode aus diesem Feld dividiert werden muss (dividiert durch 12 multipliziert mit Periode).Mögliche Feldinhalte sind 12 Monate für Jahr, 6 für Halbjahr, 3 für Quartal, 1 für Monat oder 0 (keine Division).Bei einer Mengenänderung in der K-Zeile des generierten Auftrags erfolgt keine Neuberechnung der Metallzuschläge.
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Hinweis: Das Druckprotokoll sollte ggf. geändert werden, da dort der Verkaufspreis aus der Stückliste ausgegeben wird. Der Preis aus der Auftragspositionund die Zählerstände aus der Stückliste sollten ausgegeben werden.
