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141.02 Arbeitsgangzeile erfassen / ändern (Register Arbeitsgang)
Beschreibung der Bildschirmfelder
 
Arbeitsgangstatus (V)     Anzeige
In diesem Feld können Positionen über ein frei wählbares Kennzeichen zu Arbeitsgang-Gruppen zusammengefasst sein. Sind in dieser Spalte Positionen als Arbeitsgang-Gruppen gekennzeichnet, so handelt es sich bei diesem Arbeitsplan um einen Varianten-Arbeitsplan. Der Arbeitsgangstatus wird beispielsweise in "531 Fertigungsaufträge bearbeiten" ausgewertet.
Anmerkung
Beim Durchführen der Funktion ORDNEN werden alle Arbeitsplanpositionen mit einem Arbeitsplanstatus ungleich " " gelöscht.
Zeilentyp     Anzeige
Dieses Feld gibt an, um welchen Typ von Positionszeile es sich handelt. Diese Zeilentypen wurden im Kapitel 140 kurz beschrieben. Es existieren folgende Typen:
Arbeitsgang (A)
für Arbeitsgang-Zeilen
Text (B)
für Beschreibungszeilen
Material (M)
für Materialzeilen
Zuordnung (Z)
für Zuordnungszeilen. (Z-Typen sind nur erlaubt, wenn das Erweiterungsmodul PDV installiert wurde).
Produktionsmittel (P)
für Personal- bzw. Produktionsmittelzeilen
Position     Anzeige
Durch die Position wird die Reihenfolge der Arbeitsgang-Zeilen festgelegt. Sie werden aufsteigend nach Positionen angezeigt. Die Arbeitsgang-Zeilen werden über die Position identifiziert. Bei Zeilen anderen Typs wird durch die Position die Zugehörigkeit zu einer Arbeitsgangzeile festgelegt. Gehören mehrere Z, B oder M-Zeilen zu einer Arbeitsgangzeile, so haben diese in der Regel dieselbe Position. Sind mehrere Positionszeilen verschiedenen Typs über eine gemeinsame Position an einen Arbeitsgang gekoppelt, so werden diese in der Reihenfolge A, Z, B und M angezeigt. Es ist dabei unerheblich, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Zeilentypen erfasst wurden. Die Positionszeilen Z, B und M können auch ohne Bezug zu einer Arbeitsgangzeile existieren.
AG-Katalog
Nach der Eingabe einer AG-Katalognummer (Leerzeichen = kein Arbeitsgang aus dem Katalog) werden die Daten aus einem gültigen Arbeitsgang des Katalogs (die Gültigkeit wird ausgewertet) übernommen. Enthält der Arbeitsgang des Katalogs auch Texte für die Beschreibungszeilen wird nach dem Schreiben der A-Zeile die zugehörige Textzeile generiert. Vorher werden noch die alten Beschreibungszeilen aus dem Arbeitsgangkatalog gelöscht. Falls nach dem Einkopieren der Textzeile nur noch Zeilen ab der aktuellen Position im Zeilenfenster angezeigt werden, kann mit der Schaltfläche [ << ] zurückgeblättert werden (siehe auch 146 Arbeitsgangkatalog bearbeiten).
Wird eine nicht vorhandene AG-Katalognummer eingegeben, wird gefragt, ob aus den Eingaben ein neuer Katalogeintrag erzeugt werden soll. Beim Beenden der Zeile wird auch der Katalogeintrag abgestellt.
Falls der Arbeitsplatz (Maschine oder Maschinengruppe und die Nummer) aus dem AG-Katalog nicht geändert wird, bleiben die Felder, die aus dem AG-Katalog übernommen wurden, erhalten. Die Felder, die nicht aus dem AG-Katalog übernommen werden, werden aus dem Arbeitsplatzsatz vorbelegt. Wird ein abweichender Arbeitsplatz eingegeben, werden die Felder «Lohnart», «Lohngruppe», «Zeitberechnung», «Splittfaktor (=1)», «Kennzeichen Übergangszeit», «Übergangszeit fix», «Übergangszeit variabel», «FGK-Kennzeichen», «FGK fix», «FGK variabel», «Lieferant», «Leistungsgrad» und «Leitstandname» aus dem Arbeitsplatz übernommen.
Gültigkeit     Auswahlliste
Gültigkeit eines Arbeitganges kann durch die Felder «Gültigkeit» und «Datum» eingeschränkt werden. Das Gültigkeitskennzeichen gibt an, ob es sich um eine Gültigkeitsangabe bis zum angegebenen Datum oder ab dem angegebenen Datum handelt.
  • uneingeschränkt gültig
  • gültig ab Datum
  • gültig bis Datum
Datum     Datumsfeld
Gültigkeitsdatum wird zusammen mit dem Gültigkeitskennzeichen ausgewertet. Bei der Kennung "uneingeschränkt gültig" soll es 00.00.00 sein. Falls ein Datum eingetragen ist, wird es ignoriert.
gesperrt      Markierung
Die Sperre wird im Programm "531 Fertigungsaufträge bearbeiten" und bei der Generierung von Fertigungsaufträgen mit "374 Fertigungsaufträge erzeugen"/ "379 Bestellungen und Fertigungsaufträge aus arbeitsplatzbezogener MBP erzeugen" beim Einkopieren des Arbeitsplans in die Auftragsposition übernommen und kann dort auch geändert werden. Bei aktivierter Sperre im Auftrag lehnt das Programm "581 Anmelden und Abmelden von Arbeitsgängen" eine Anmeldung für gesperrte Arbeitsgänge ab. Auch die Programme "572 Rückmelden von Arbeitsgängen"/ "574.4 Arbeitsgang rückmelden (über Auftragsnummer)" lehnen eine Rückmeldung für gesperrte Arbeitsgänge ab.
Hinweis
Nicht betroffen davon sind alle Arten von Sollrückmeldungen für Arbeitsgänge wie z.B. Meilensteinrückmeldungen. Die Programme "573 Fertig-/Teilfertigmelden Auftrag über Referenznummer"/ "574.2 Auftrag rückmelden (über Auftragsnummer)" lehnen eine Rückmeldung für jeden Fertigungsauftrag ab, der zumindest einen (nicht erledigten) gesperrten Arbeitsgang besitzt (siehe dazu INI-Einstellung "SperreAGbeiFA" in Sektion [FST574]).
Arbeitsplatztyp     Auswahlliste
Auswahl des Produktionsmitteltyps. Als Produktionsmitteltyp sind nur Maschinen (MA) oder Maschinengruppen (MG) zugelassen. Die Produktionsmittel werden in 511 Produktionsmittel / Personen bearbeiten verwaltet. Zur Auswahl stehen:
  • Gruppe
  • Maschine
Die Vorbelegung des Produktionsmitteltyps in der A-Zeile kann über den Programmparameter P141, Position 30 gesteuert werden. Mit der Angabe 1 wird Maschinengruppe anstelle von Maschine vorbelegt.
Arbeitsplatznummer
Eingabe der Produktionsmittelnummer des Arbeitsplatzes, an dem der Arbeitsgang ausgeführt werden soll. Die Produktionsmittel werden im Anwendungsbereich 500 verwaltet.
Beschreibung
Die Beschreibung des Arbeitsgangs kann aus dem AG-Katalog in die A-Zeile übernommen werden.
Rüstkennzeichen     Auswahlliste
In Arbeitsplänen und Fertigungsaufträgen können sowohl Auf-/Abrüstzeiten als auch Umrüstzeiten verwaltet werden. Beim Rückmelden können somit sowohl Auf-/Abrüstzeiten als auch Umrüstzeiten rückgemeldet werden.
Mit dem Rüstkennzeichen wird gesteuert, ob nur Auf-/Abrüstzeiten oder nur Umrüstzeiten rückgemeldet werden können oder ob beides rückgemeldet werden kann.
Zur Auswahl stehen:
  • Eingabe bei Rückmeldung
    Bei der Rückmeldung wird jeweils angegeben, ob es sich bei den Rüstzeiten um Auf-(Abrüstzeiten oder Umrüstzeiten handelt.
  • Auf-/Abrüsten
    Bei der Rückmeldung können nur Auf-/Abrüstzeiten rückgemeldet werden
  • Umrüsten
    Bei der Rückmeldung können nur Umrüstzeiten rückgemeldet werden.
Die Bearbeitung dieses Feldes ist auch in 531 Fertigungsaufträge bearbeiten möglich; in 612 Vorkalkulation kann darüber selektiert werden.
tr Auf-/Abrüsten
Eingabe der Auf-/Abrüstzeit für diesen Arbeitsgang. Die Rüstzeit ist die für die Vorbereitung der auszuführenden Arbeiten notwendige Zeit sowie - soweit erforderlich - die Zeit für das Rückversetzen des Arbeitssystems in den ursprünglichen Zustand. Die Einheit der Rüstzeit ist durch den "Zeitcode" angegeben.
tr Umrüstzeit
Eingabe der Umrüstzeit für diesen Arbeitsgang
Zeiteinheit     Auswahlliste
Für die Zeiteinheit stehen Stunden, Minuten und Industrieminuten zur Auswahl. Vorbelegt ist der Zeitcode, der in "936 Konfigurationsparameter FST" eingegeben wurde.
Menge je te
Menge, die je Zeiteinheit produziert wird. Die Angabe kann zur Berechnung des Feldes «te» verwendet werden (siehe Menü BEARBEITEN - TE BERECHNEN). Der Zusammenhang zwischen den Feldern «te», «Menge je te» und «Mengeneinheit für te» wird ansonsten nicht beachtet.
Bereich „te mengenabhängig“
Die Felder dienen beim Einkopieren des Arbeitsplans im Fertigungsauftrag als Vorbelegung.
Mengenabhängige Zeitberechnung     Markierung
Kennzeichnung, wie die Zeitberechnung erfolgen soll.
Markierung ein
Mengenabhängig. Die Ausführungszeit (ta) im Arbeitsgang wird aus der Menge x Zeit (te) errechnet, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Größen, wie z.B. Mengenfaktor.
Beispiel:
Für ein Stück werden 10 Minuten benötigt, somit werden für 5 Stück 50 Minuten benötigt.
Markierung aus
Prozessabhängig (fix). Die Ausführungszeit (ta) ist mengenunabhängig, zum Beispiel bei einem Tauchbad oder einem Trockenvorgang. Es wird aber die Sprungmenge berücksichtigt.
Beispiel:
Der Trockenvorgang dauert 10 Minuten. Jedoch ist es egal, ob dabei ein, zwei oder 400 Stück getrocknet werden.
Sprungmenge
Rundungsvorgabe     Auswahlliste
Die eingegebene Ausführungszeit «te» gilt maximal für die angegebene Sprungmenge.
Das Feld wird nur ausgewertet, wenn keine mengenabhängige Zeitberechnung erfolgt.
Wird als Sprungmenge 0 angegeben, so gilt die Zeitangabe bei «te» konstant für jede beliebige Fertigungsmenge.
Ist die Menge größer als 0, so gilt die Zeitangabe bei «te» für maximal diese Fertigungsmenge und muss ggf. vervielfacht werden. Die Ausführungszeit ta wird dann im Fertigungsauftrag wie folgt berechnet:
  • Faktor = Fertigungsmenge / Sprungmenge
  • Faktor ggf. ganzzahlig auf- oder abrunden, je nach Auswahlliste zur Rundung.
  • ta = Faktor * te
Beispiel für Abrunden: Immer wenn 10 Stück gefertigt sind, muss eine Prüfung durchgeführt werden.
Ausführungszeit
Eingabe der Ausführungszeit (te) für diesen Arbeitsgang. Die Ausführungszeit bezieht sich auf eine Leistungseinheit (Zeit je Einheit). In Abhängigkeit von dem Zeitberechnungskennzeichen bezieht sie sich auf eine Mengeneinheit bei mengenabhängigen Zeiten (Zeitberechnungskennzeichen M) oder entspricht der Ausführungszeit für den gesamten Arbeitsgang (Zeitberechnungskennzeichen P).
Bei mengenabhängigen Zeiten wird die Gesamtausführungszeit durch Multiplikation der Einzelausführungszeit mit der Zahl der Wiederholungen errechnet.
Die Einheit der Rüstzeit ist durch den "Zeitcode" angegeben.
Mengencode     Auswahlliste
Auswahl des Mengencodes zur Ausführungszeit (te). Der Mengencode gibt an, auf welche Menge sich die Ausführungszeit (te) bezieht. Zur Auswahl stehen:
          Bezug auf Basismenge
          Bezug auf 1 Mengeneinheit ME
          Bezug auf 10 Mengeneinheiten ME
          Bezug auf 100 Mengeneinheiten ME
          Bezug auf 1000 Mengeneinheiten ME
          Bezug auf 10000 Mengeneinheiten ME