141.021 Register Details zu Arbeitsgangzeile
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Beschreibung der Bildschirmfelder
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Kennzeichen Übergangszeit Auswahlliste
Die Übergangszeit (tu) ist die Zeit nach dem Ende eines Arbeitsganges bis zum Beginn des nächsten Arbeitsganges. Sie entspricht der Zwischenzeit bei REFA. Folgende Angaben sind möglich.
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Keine Übergangszeit. In diesem Fall werden die Zeitangaben ignoriert (Feldinhalt " ").
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Die Übergangszeiten werden als Arbeitszeit in Stunden angegeben (Feldinhalt 1). Es werden dabei die Einstellungen aus "Konfigurationsparameter FST" 936.032 Arbeitszeiten je Tag berücksichtigt. Die Angaben im Arbeitsplatz zu Zeitmodell oder Kapazität werden nicht ausgewertet.
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Die Übergangszeiten werden als fixe Zeitangaben in Stunden (jeder Tag hat 24 Stunden) angegeben (Feldinhalt 2).
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Die Übergangszeiten werden in Arbeitstagen angegeben. Nachkommastellen werden ignoriert. Der nächste Arbeitsgang kann erst am Morgen nach den angegebenen Arbeitstagen beginnen (Feldinhalt 3).
Die Eingabe der Übergangszeiten (Kennz. Überg.zeit, Überg.zeit fix und var.) erfolgt nach demselben Prinzip wie bei den Übergangszeiten in "511 Produktionsmittel bearbeiten". Die Felder werden aus dem Arbeitsplan/Arbeitsgang vorbelegt.
Übergangszeit fix
Eingabe der fixen Übergangszeit, z.B. feste Trockenzeiten. Sie wird bei der Terminierung immer berücksichtigt.
Übergangszeit variabel
In diesem Feld wird die variable Übergangszeit eingegeben. Beispiele wären Transportzeiten, Liegezeiten. Die variable Übergangszeit kann von der Terminierung (Arbeitsgebiet 550.) zur Ermittlung von frühesten Startterminen und spätesten Endterminen herangezogen werden.
Personalnummer
Eingabe der Personalnummer einer Person oder Personengruppe. Falls keine Vorgaben für das Personal gemacht werden, sind hier Leerzeichen einzugeben. Bei Eingabe einer Personalnummer im Feld «Personal» werden die Lohndaten aus dem Personalsatz übernommen, falls dort keine Leerzeichen stehen.
In 936 Konfigurationsparameter FST kann konfiguriert werden, ob ein Personen(gruppen)-Stammsatz aus "511 Produktionsmittel/Personen bearbeiten" vorhanden sein muss. Weitere Personen können bei Bedarf in nachfolgenden P-Zeilen angegeben werden.
Leistungsgrad PS
Die Angabe für das Personal kann z.B. für Schnittstellenübergaben genutzt werden. In infra:NET erfolgt keine Auswertung. Gibt den %-Grad der Nutzung der Ressource an. 75% = Ressource ist nur zu Dreiviertel genutzt. Kann aus dem Arbeitsgangkatalog in die A-Zeile übernommen werden.
Splittfaktor
Angabe zur Anzahl der Maschinen einer Maschinengruppe, auf die dieser Arbeitsgang verteilt wird. Wird ein Splittfaktor angegeben, so wird die dargestellte Gesamtausführungszeit im Durchlaufplan durch diesen Faktor dividiert, die Gesamtherstellungszeit verkürzt sich entsprechend.
Beispiel
Die Fertigung eines Produktes benötigt 10 Stunden. Es steht eine Maschinengruppe mit fünf Maschinen zur Verfügung. Der Splittfaktor beträgt 5. Bei der Rückmeldung des Arbeitsganges auf der Maschinengruppe, würde man 2 Stunden eintragen (10 / 5 = 2). Bei der Rückmeldung des Arbeitsganges auf eine oder mehrere Maschinen, würde man insgesamt 10 Stunden eintragen.
Bei Rückmeldung von Personal wird der Splittfaktor nicht berücksichtigt. Das bedeutet, dass bei obigem Beispiel die rückgemeldete Dauer von Personal (ein oder mehreren Personen(gruppen)) insgesamt 10 Stunden beträgt.
Da die Maschinen zunächst gerüstet werden müssen, spielen für den Splittfaktor auch wirtschaftliche Gesichtspunkte eine Rolle. Die Rüstzeit fällt nämlich für jede Maschine einer Maschinengruppe an und kann deshalb nicht gesplittet werden. Ist die Ausführungszeit prozessabhängig, so wird der Splittfaktor nicht berücksichtigt.
Überlappungsfaktor
Angabe des Überlappungsfaktors in %.
Achtung:
Dieses Feld wird nur von 151 Projektterminplan ausgewertet. Für die Fertigungssteuerung gelten die Angaben in den Feldern «Überlappungsbezug», «Überlappungsmenge» und «Überlappungsausgabe».
Meilenstein Markierung
Wenn dieses Feld markiert ist, ist dieser Arbeitsgang ein Meilenstein.
Die Kennung dient als Vorbelegung für den Arbeitsgang im Fertigungsauftrag.
Bei Rückmeldung eines Arbeitsgangs mit Meilensteinkennung werden alle zwischen Auftragsbeginn und dem Meilenstein bzw. zwischen zwei Meilensteinen liegenden Auftragspositionen (Arbeitsgänge und Materialzeilen), die noch nicht erledigt sind und bei denen das Feld «Soll-rückmelden» markiert ist, automatisch fertiggemeldet. Es gibt verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten zur Meilensteinrückmeldung (siehe Datei SIBPPS.INI, Sektion [FST574], Schlüsselwort "Meilenstein_Ablauf").
Leistungsgrad MA/MG
Für die Maschine /Maschinengruppe, wie oben.
Zeitaufnahme
Eingabe eines frei wählbaren Kennzeichens für die Zeitaufnahme, z.B. R für Rüstzeit soll gemessen werden.
Werkzeug
Für das Werkzeug wird im Fertigungsauftrag eine P-Zeile generiert. Es muss nicht für jedes Werkzeug ein Stammsatz (Datei 9) vorhanden sein. Wenn eine nicht vorhandene Werkzeugnummer eingegeben wird, so wird ein Hinweis ausgegeben. Der Feldinhalt bleibt unverändert (z.B. Eingabe "Bohrer 0,3"). Kann aus dem AG-Katalog in die A-Zeile übernommen werden.
Wird ein abweichendes vorhandenes Werkzeug eingegeben, so wird der Leistungsgrad, falls ungleich 0, aus dem Werkzeugsatz übernommen.
Leistungsgrad WZ
Für Werkzeug (siehe oben).
aktualisieren Markierung
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Markierung ein
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Eine Änderung der AG-Position mit dem Programm 147 Aktualisieren des Arbeitsgangkatalogs und der Arbeitspläne ist erlaubt (Default).
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Überlappungsbezug Auswahlliste
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Keine ÜberlappungEs werden keine Angaben gemacht. Die folgenden Felder sind gesperrt.
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AnfangDie Angaben in den Folgefeldern beziehen sich auf den Anfang des aktuellen Arbeitsganges. Es kann entweder eine Zeit-, eine Mengen- oder eine Prozentangabe erfolgen.
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EndeDie Angaben in den Folgefeldern beziehen sich auf das Ende des aktuellen Arbeitsganges. Es sind anschließend nur Angaben im Feld «Zeit» möglich.
Angaben, bezogen auf den Anfang oder das Ende eines Arbeitsganges, werden für die Terminfindung vor der Übergangszeit, die dann ignoriert wird, berücksichtigt.
Achtung
Da die Angabe, wann der nächste Arbeitsgang beginnen kann, entweder nur als Zeit-, Mengen- oder Prozentangabe gemacht werden kann, kann bei den nächsten drei Feldern nur eine Eingabe gemacht werden. Eine Eingabe ungleich "Leerzeichen" in einem Feld verursacht die Initialisierung (auf Leerzeichen) der anderen beiden Felder.
Überlappungsmenge Auswahlliste
Die Überlappungsmenge legt fest, auf welche Mengeneinheit sich die Angaben unter Überlappungsangabe beziehen: Zeit, Menge oder Prozent.
Überlappungsangabe
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Bei Überlappungsmenge ZeitNach dieser Zeit bezogen auf den Anfang bzw. das Ende des Arbeitsganges, der als Vorgänger festgelegt wurde, kann der nächste Arbeitsgang beginnen.Die Dauer des aktuellen Arbeitsganges darf nicht überschritten werden, wenn die Zeit auf den Anfang des Arbeitsganges bezogen ist.Es ergibt sich eine Arbeitsgangüberlappung, wenn die Zeit auf den Anfang des Arbeitsganges bezogen ist.Ist sie auf das Ende des Arbeitsganges bezogen, so entsteht eine Übergangszeit.
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Bei Überlappungsmenge MengeMengenangabe, nach deren Erledigung der nächste Arbeitsgang beginnt. Die Mengenangabe des aktuellen Arbeitsganges darf nicht überschritten werden.
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Bei Überlappungsmenge ProzentProzentangabe bezogen auf die Ausführungszeit (ohne Rüstzeit), nach deren Erledigung der nächste Arbeitsgang beginnen kann.
Überlappung aus Auswahlliste
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infra:NETDie Überlappungszeit wird in infra:NET ermittelt.
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LeitstandDie Überlappungszeit wird im Leitstand ermittelt und nach infra:NET zurückgeführt.
Nicht kalkulieren Markierung
Über die Markierung kann die Arbeitsgangposition von der Kalkulation im Programm "612 Vorkalkulation" ausgeschlossen werden. Über das Metaschema und den Arbeitsplatz kann die Auswertung des Feldes unterdrückt werden.
Kennzeichen Fertigungsgemeinkosten
Bei Eingabe von 0 müssen / können die Prozentsätze für die Fertigungsgemeinkosten in den nächsten beiden Feldern eingegeben werden. Bei Eingabe ungleich 0 erfolgt eine Vorbelegung der Fertigungsgemeinkostensätze aus der Gemeinkostentabelle (siehe Konfigurationsmöglichkeit in 936 Konfigurationsparameter FST). In diesem Fall überspringt der Positionsanzeiger die beiden nächsten Felder. Sollen die vorbelegten Felder abgeändert werden, so kann durch gleichzeitiges Drücken der Tasten Shift und Tabulator (= Tabulator links) ein Bildschirmfeld zurückgegangen werden. Das Feld wird aus dem Produktionsmittel- (Maschinen-)stammsatz vorbelegt.
Fertigungsgemeinkostensatz fix
Angabe in Prozent. Das Feld wird aus dem Produktionsmittelstamm vorbelegt.
Fertigungsgemeinkostensatz variabel
Angabe in Prozent. Das Feld wird aus dem Produktionsmittelstamm vorbelegt.
Lohnart
Falls Lohnsoftware eingesetzt wird, müssen deren Konventionen hier berücksichtigt werden. Das Feld wird aus dem Arbeitsplan vorbelegt.
Lohngruppe
Falls Lohnsoftware eingesetzt wird, müssen deren Konventionen hier berücksichtigt werden. Das Feld wird aus dem Arbeitsplan vorbelegt.
LG Entlohnung
Der Leistungsgrad der Entlohnung kann als Informationsfeld zur Ausgabe auf den Fertigungspapieren verwendet werden. Das Feld kann aus dem Arbeitsgangkatalog in die A-Zeile übernommen werden.
Änderungsdatum
Wird beim Erfassen mit dem Tagesdatum vorbelegt. Bei einer Änderung des Arbeitsplatzes oder des Arbeitsgangkatalogs wird das Datum automatisch mit dem Tagesdatum aktualisiert. Siehe auch INI-Einstellung "AendDatAZ = Y" in Sektion [PDV141], um bei jeder Änderung einer Arbeitsgangposition das Änderungsdatum automatisch mit dem Tagesdatum zu versorgen.
Bereich Personen
Aus dem Produkt von «Anzahl» und «te» wird «ta» ermittelt. Anzahl 0 wird immer wie Anzahl 1 behandelt.
Anzahl und te werden beim Kopieren des Arbeitsgangs in den Auftrag mitkopiert.
Die Felder aus dem „Personen“-Register werden ansonsten im Standard nicht ausgewertet.
Mit der INI-Einstellung VbTePerson in Sektion [PDV141] kann festgelegt werden, dass beim Erfassen einer A-Zeile das Feld «te Person» aus dem Feld «te» bei jeder Änderung von «te» vorbelegt wird.
Die Einstellung gilt auch beim Erfassen eines Arbeitsgangs in "531 Fertigungsaufträge bearbeiten" und beim Generieren von Aufträgen mit der Materialplanung.
Hintergrund:
Es gibt ggf. eine Reihe von Fertigungsprozessen, bei denen für einen Arbeitsgang mehrere Personen gleichzeitig benötigt werden. Alle Personen bearbeiten dabei Teilschritte desselben Arbeitsgangs. Diese Prozesse sollen korrekt in den Arbeitsplänen abgebildet werden.
Diesen Arbeitsgängen ist spezifisch, dass es unterschiedliche zeitliche Vorgaben für den Arbeitsplatz und die daran arbeitenden Personen gibt. Beide Vorgabezeiten sollen im Arbeitsplan ersichtlich sein, um als Basis für eine korrekte Fertigungsplanung zu dienen.
Bei der Rückmeldung müssen Maschinen- und Personendaten getrennt voneinander rückgemeldet und im Rahmen von Auswertungen gegen ihre jeweiligen Sollvorgaben verglichen werden.