152 Auftragsdurchlaufplan
Mit ihm kann der zeitliche Ablauf eines Arbeitsplans, also die einzelnen Arbeitsgänge in einer Tabelle durch grafische Zeichen in Form von Balken dargestellt werden. Die Ausgabe erfolgt auf dem Bildschirm oder auf dem Drucker. Es wird die Teilenummer, die zu fertigende Menge und der Start- oder Endtermin des betreffenden Teiles eingegeben. Weiterhin kann die Skalierung der Tabelle angegeben werden. Als Zeitraster kommen Tage, Wochen, Monate oder Quartale in Frage. Nach Bestätigen der Eingaben im Kopfbereich wird der Auftragsdurchlaufplan erzeugt. Dafür wird der zu einem Teil gehörende Arbeitsplan aufgelöst und die darin erfassten Rüst- und Ausführungszeiten ausgewertet. In der Tabelle des Auftragsdurchlaufplans werden zunächst die Positionen der Arbeitsgangzeilen sowie die Arbeitsplatznummern aufgelistet. Dann werden die Auftragszeiten der einzelnen Arbeitsgänge dargestellt. Es kann entweder ein Starttermin oder ein Endtermin für die Auflösung angegeben werden. Handelt es sich bei dem Termin um einen Starttermin, so erfolgt die Auflösung vorwärts vom linken Rand der Tabelle aus. Ist der Termin dagegen ein Endtermin, wird die Tabelle in umgekehrter Reihenfolge vom rechten Rand aus erstellt. Die Auftragszeiten werden als dunkle Balken dargestellt.
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Beschreibung der Bildschirmfelder
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Teilenummer
Eingabe der Teilenummer, für die ein zugehöriger Arbeitsplan aufgelöst und ein Auftragsdurchlaufplan erstellt werden soll.
Bezeichnung Anzeige
Nach Eingabe der Teilenummer wird die Bezeichnung aus dem Teilestammsatz angezeigt.
Menge
Eingabe der Menge, für die der Auftragsdurchlaufplan erstellt werden soll. Die Auftragszeiten (Balken) in der Tabelle beziehen sich auf diese Menge. Die Eingabe ist mit der Losgröße aus dem Teilestammsatz vorbesetzt.
Mengeneinheit Anzeige
Anzeige der Mengeneinheit, die für die Menge gilt.
Extra-Arbeitsplan Anzeige
Anzeige der Extra-Arbeitsplannummer für dieses Teil aus dem Teilestammsatz.
Start/Endtermin Wochenfeld / Datumsfeld
Eingabe des Starttermins oder des Endtermins der Fertigung des zu produzierenden Teils. Der Starttermin ist der Zeitpunkt, an dem mit der Fertigung begonnen werden soll, der Endtermin der Zeitpunkt der Fertigstellung. Der Starttermin wird am linken, der Endtermin am rechten Rand der Tabelle abgebildet. Die Termine können als Datum oder als Kalenderwoche eingegeben werden. Wird eine Kalenderwoche eingegeben, so entspricht dies dem letzten Arbeitstag der Woche.
Teileart Anzeige
Anzeige eines Kennzeichens, das angibt von welchem Typ dieses Teil ist.
Zeiteinheit Auswahlliste
Auswahl, wie die Skalierung des Zeitrasters eingeteilt werden soll. Um möglichst genaue Informationen über die Laufzeit eines Arbeitsplans zu erhalten, sollte die Skalierung so gewählt werden, dass bei Darstellung des Auftragsdurchlaufplans möglichst der gesamte verfügbare Zeitstrahl der Tabelle ausgefüllt ist. Die Möglichkeiten zur Veränderung der Skalierung sind:
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Tag (.ww.)
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Woche (mm.)
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Monat (...19jj....)
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Quartal (jj.)
Jede Spalte (= ein Zeichen) in der Skalierung entspricht einer Einheit der Eingabe. Die Skalierung und damit die Einteilung der Abschnitte ist immer eine Einheit größer als die gewünschte Darstellung. Der senkrechte Strich entspricht dem Anfang eines Abschnitts.
Wird die Darstellung "Tag" gewählt, so enthält die Skalierung eine Wocheneinteilung. Der senkrechte Strich bedeutet den Beginn der Woche, also den ersten Arbeitstag, in der Regel Montag. Dann folgt ein Punkt, dann die Kalenderwoche als Zahl und dann wieder ein Punkt. Zusammen gibt das 5 Zeichen, von denen jedes Zeichen einem Tag entspricht. Eine Woche ist also in diesem Fall mit 5 Tagen definiert. Entsprechend ergeben 4 (evtl. auch 5) Wochen einen Monat und 12 Monate oder 4 Quartale ein Jahr.
Bei der Darstellung in Wochen wird bei der Zusammenfassung die Woche dem Monat zugeordnet, in dem die Woche mehr Tage hat. Dadurch kann es vorkommen, dass 5 Wochen zu einem Monat zusammengefasst werden.
Wurde die Skalierung so eingestellt, dass für den Auftragsdurchlaufplan kein ausreichender Platz in der Tabelle ist, so wird bei der Generierung eine entsprechende Meldung ausgegeben. Der Auftragsdurchlaufplan sollte dann nochmals mit einer gröberen Einstellung des Zeitstrahls erzeugt werden.
Teilestatus Anzeige
Anzeige des Teilestatus, der angibt, für welche Verarbeitung dieses Teil zugelassen ist. Es ist hier nur folgender Status erlaubt:
" " Teil ist aktiv - eine Bearbeitung ist möglich
Alle anderen Status sind für eine Bearbeitung nicht zugelassen. Für sie wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben.
Start, Ende Markierung
Auswahl, wie der eingegebene Termin interpretiert werden soll. Dabei bedeutet:
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Start
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Starttermin
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Ende
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Endtermin
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Änderungsdatum Anzeige
Anzeige des Datums der letzten Änderung des Teilestammsatzes.
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Beschreibung der Ausgabefelder
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Position Anzeige
Anzeige der Position des Arbeitsganges (A-Typ), für den die Auftragszeit dargestellt wird.
Arbeitsplatznummer Anzeige
Anzeige des Produktionsmitteltyps und der Arbeitsplatznummer, die im Arbeitsgang hinterlegt ist.
Skalierung Anzeige
Jede Spalte im Bereich der Skalierung entspricht einer Einheit aus der Eingabe "Zeiteinheit in" (z.B. bei "Woche" ist eine Spalte = 1 Woche). Die Auftragszeit eines Arbeitsganges wird durch einen dunklen Balken dargestellt. Die Auftragszeit wird gebildet als Summe aus der Gesamtausführungszeit (Menge x te) und der Rüstzeit (tr) eines Arbeitsganges.
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Beschreibung der Ausgabe
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Das Programm "Auftragsdurchlaufplan" erzeugt eine Liste. Als Druckzeilen werden folgende Daten in
folgender Reihenfolge ausgegeben:
Kopfbereich
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1. Zeile
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Teilenummer
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Teilebezeichnung
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Klassifizierung des Teils
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Extra-Arbeitsplannummer (Extra-APL-Nr.)
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Dispositionsart (DA) - Kennzeichen, nach welcher Methode dieses Teil disponiert wird
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Teileart (A) - Kennzeichen des Typs eines Teils
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Teilegruppe (Gr) - kennzeichnet die Zugehörigkeit des Teils zu einer Gruppe
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Zeichnungsnummer (Zchng/Werkstoff)
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Teilestatus (St)
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Änderungsdatum (Änd.Dat.)
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2. Zeile
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Basismenge
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Mengeneinheit (ME) der Basismenge
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Beschaffungszeit
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Menge pro Beschaffungszeit - gibt an, für wie viel Teile die Fertigungs- oder Lieferzeit gilt
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Mengeneinheit (ME) der Menge aus dem Teilestammsatz
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Kennzeichnung, ob sich der Auftragsdurchlaufplan auf einen Start- oder Endtermin bezieht und das zugehörige Datum.
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Zeitcode: Skalierung (z.B. Wochen, Monate, Jahr); Einheit (z.B. Tag, Woche, Monat, Quart für Quartal)
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Positionsbereich
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Position (Pos) des Arbeitsganges
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Produktionsmitteltyp (PM)
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Arbeitsplatznummer des Arbeitsplatzes, an dem der Arbeitsgang ausgeführt wird
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Bezeichnung des Arbeitsplatzes
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Splittfaktor (SF) - Angabe, auf wie viel Arbeitsplätze der Arbeitsgang verteilt wird
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Überlappungsfaktor (ÜF-%) - Bedeutung siehe 141 Arbeitspläne bearbeiten
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Mengencode (MC) - laut Arbeitsgang
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Starttermin (Start) des Arbeitsganges als Tagesdatum
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Auftragszeit eines Arbeitsganges laut Zeitcode, also in Stunden, Minuten oder Industrieminuten (Zeit / ZC)
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Zeitstrahl (Balken) - grafische Darstellung der Auftragszeit eines Arbeitsganges analog der Bildschirmdarstellung