181.03 Lohnscheine
Für alle Arbeitsgänge eines Fertigungsauftrags können Lohnscheine mit den einzelnen Zeiten des Arbeitsgangs gedruckt werden. Grundlage dafür bilden die in den Arbeitsplänen erfassten Arbeitsgangbeschreibungen.
Der einzelne Lohnschein enthält die Angaben, die für die Durchführung des einzelnen Arbeitsganges benötigt werden.
Der Lohnschein gibt dem Mitarbeiter genau an,
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was zu tun ist (Arbeitsgangbeschreibung),
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wie viel (Mengen),
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in welcher Zeit (Vorgabe),
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wo zu fertigen ist (der durchführende Arbeitsplatz) und
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woher Werkstücke geholt werden müssen (Arbeitsplatz des vorangegangenen Arbeitsganges).
Fehlt die Angabe des vorangegangenen Arbeitsplatzes, so handelt es sich um den ersten Arbeitsgang eines Arbeitsplans. Im allgemeinen wird das benötigte Material dann aus dem Lager geholt werden müssen.
Der Lohnschein ist somit
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ein Steuerungsinstrument für den Produktionsprozess des einzelnen Arbeitsganges,
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eine Arbeitsanweisung für den Mitarbeiter,
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ein Beleg für die Fertigstellungsmeldung des einzelnen Arbeitsganges und
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ein Beleg zum Festhalten und Weitergeben der Lohndaten an die Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Ist der Splittfaktor größer als eins, d.h. wird an mehreren Arbeitsplätzen gearbeitet, wird die Schlusszeile des Lohnscheines (Ist:) entsprechend der Anzahl Arbeitsplätze mehrfach ausgegeben.
Die Voraussetzung zur Ausgabe von Lohnscheinen sind die in den Arbeitsplänen erfassten Arbeitsgänge. Die Arbeitsgänge müssen mit Beschreibung und den benötigten Zeiten (Rüstzeit und Ausführungszeit) zur Verfügung stehen.
Lohnscheine müssen immer erstellt werden, wenn die Lohndaten der Arbeitsgänge manuell komplettiert und an die Lohnbuchhaltung weitergegeben werden sollen.
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Beschreibung der Ausgabe
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Pro Arbeitsgang aus dem Arbeitsplan wird mindestens ein Lohnschein gedruckt. Bei Bedarf, z.B. bei einer Umfangreichen Arbeitsgangbeschreibung oder bei Ausgabe mehrerer Schlusszeilen zur Eingabe der Ist-Werte (bei Splittfaktor), werden Folgeblätter ausgegeben. Pro Lohnschein werden die folgenden Felder in dieser Reihenfolge ausgegeben:
pro Auftrag Kopfbereich
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Bezeichnung des Teils
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Klassifizierung
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Extra-Arbeitsplannummer (Extra-APL-Nr.)
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Auflösungsstufe (AS) innerhalb der Struktur des ausgewählten Erzeugnisses
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Teileart (A)
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Teilegruppe (Gr)
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Zeichnungsnummer oder Werkstoff (Zchng/Werkstoff)
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Teilestatus (St)
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Auflösungsdatum (Auf.Dat.)
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Änderungsdatum (Änd.Dat.)
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2. Zeile
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Projektnummer des Projektes dem dieser Lohnschein zugeordnet ist
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Auftragsnummer (FA-Nummer) - diese Nummer stellt die Verbindung zur Laufkarte her
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Fertigungsmenge (Menge) des Teils
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Mengeneinheit (ME) der Menge
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Erzeugnis - Teilenummer des übergeordneten Teiles, für das die Arbeitspapiere erstellt wurden.
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Wartezeit in Stunden
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je Arbeitsgang
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Typ - gibt an, um welche Art von Positionszeile aus einem Arbeitsplan es sich handelt
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Position (Pos) der ausgegebenen Zeile aus dem Arbeitsplan
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Produktionsmitteltyp und Produktionsmittelnummer (APZ) des Arbeitsplatzes
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Bezeichnung des Arbeitsplatzes
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Splittfaktor (SF)
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Rüstzeit (tr) des Arbeitsganges in der selektierten Zeitangabe
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Ausführungszeit (ta) des Arbeitsganges in der selektierten Zeitangabe bezogen auf die Menge im Kopfbereich
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Auftragszeit (at) des Arbeitsganges in der selektierten Zeitangabe bezogen auf die Menge im Kopfbereich
Schlusszeile (Ist)
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Rüstzeit - die tatsächlich benötigte Rüstzeit wird hier von Hand eingetragen.
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Ausführungszeit - die tatsächlich benötigte Ausführungszeit wird hier eingetragen.
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Auftragszeit - die tatsächlich benötigte Auftragszeit kann hier eingetragen werden.
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Fehlzeit - handschriftlicher Eintrag einer Fehlzeit
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erledigte Menge (erl. Menge) - handschriftlicher Eintrag der fertiggestellten Menge
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Ausschuss - handschriftlicher Eintrag der Ausschussmenge
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Personalnummer (Pers-Nr.) - handschriftlicher Eintrag der Personalnummer
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Texte (aus dem Arbeitsplan)
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Ausgabe des Textes (B-Zeilen, die zu A-Zeilen gehören)
