181.04 Terminkarten
Die für eine manuelle Werkstattsteuerung benötigten Terminkarten werden für jeden Arbeitsgang eines Arbeitsplatzes erstellt. Sie enthalten in der oberen Zeile einen mit grafischen Zeichen dargestellten Zeitstrahl, der die Länge des auszuführenden Arbeitsganges darstellt. Der Zeitstrahl wird mit einer Genauigkeit von 1/4 Arbeitstagen ausgegeben. Die Terminkarten lassen sich für einen Auftrag der Reihe nach anordnen. Man erhält so die optisch dargestellte Gesamtdauer der einzelnen Arbeitsgänge eines Auftrags (Arbeitsplans). Mit Terminkarten lassen sich die einzelnen Arbeitsgänge eines Projekts zeitlich planen und optisch darstellen.
Als Bezug zu den Terminkarten sollten immer die Laufkarten herangezogen werden, da sie die vollständigen Daten zur Durchführung eines Fertigungsauftrags enthalten.
Die Terminkarte hilft dem Aufsichtspersonal in den Werkstätten bei der Entscheidung,
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welcher Arbeitsgang und damit welcher Auftrag als nächster begonnen werden soll
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und sie informiert im voraus über Arbeiten, die an den einzelnen Arbeitsplätzen eintreffen werden.
Diese Informationen können dazu verwendet werden, die erforderlichen Arbeitskräfte und Werkzeuge bereitzustellen und Arbeitsgänge, die gemeinsam gerüstet werden können, zusammenzufassen.
Die Voraussetzung zur Ausgabe von Terminkarten sind die in den Arbeitsplänen erfassten Arbeitsgänge. Die Arbeitsgänge müssen mit den benötigten Zeiten (Rüstzeit und Ausführungszeit) erfasst sein.
Terminkarten können als Hilfe für die Terminplanung erstellt werden. Sie werden dazu in der Reihenfolge wie die Aufträge bearbeitet werden in einen Leitstand eingeordnet. Begonnen wird mit dem ersten Fertigungsauftrag (FA). Jeder folgende Fertigungsauftrag wird darüber eingesteckt, so dass ein Zeitstrahl lückenlos an den nächsten anschließt. Fertigungsaufträge die parallel ausgeführt werden können, werden im Leitstand auch in eine gesonderte Reihe eingesteckt. Die einzelnen Aufträge können nun gegeneinander verschoben werden. Damit kann die für die Fertigung günstigste Reihenfolge der Fertigungsaufträge ermittelt werden.
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Beschreibung der Ausgabe
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Werden zu einem Erzeugnis die Terminkarten angefordert, so erzeugt das Programm eine Liste. Pro Arbeitsgang aus dem Arbeitsplan wird eine Terminkarte gedruckt. Pro Terminkarte werden die Felder in folgender Reihenfolge ausgegeben:
Kopfbereich
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1. Zeile (graph.
dargest. Zeitstrahl)
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Rüstzeit (= +) - Es wird ein Zeichen pro 1/4 Arbeitstag ausgegeben
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Wartezeit (= w) - Es wird ein Zeichen pro 1/4 Arbeitstag ausgegeben
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Ausführungszeit (= *) - Es wird ein Zeichen pro 1/4 Arbeitstag ausgegeben; reicht der
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Darstellungshorizont nicht aus, werden die Tage, die sich nicht als Zeitstrahl darstellen lassen, als numerischer Wert gedruckt.
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2. Zeile (Zeitstrahl)
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Zeitpunkt einer Überlappung (= &BOXLEFT.---), wenn der folgende Arbeitsgang in den aktuellen hineinreicht oder evtl. eine Liegezeit
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3. Zeile
(Skalierung)
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Einteilung des Zeitstrahls (Skalierung) in Arbeitstage (1 Tag bei "I") - jeden 5. Arbeitstag das Zeichen "5"
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Pro Arbeitsgang
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1. Zeile
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Projektnummer des Auftrags, dem diese Terminkarte zugeordnet ist
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Auftragsnummer (FA-Nummer) - diese Nummer stellt die Verbindung zur Laufkarte her
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Position (Pos) des ausgegebenen Arbeitsgangs aus dem Arbeitsplan
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Teilenummer des zu fertigenden Teils
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Extra-Arbeitsplannummer (Extra-APL-Nr.) zu diesem Teils
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Produktionsmitteltyp und Produktionsmittelnummer des Arbeitsplatzes (APZ), an dem der Arbeitsgang ausgeführt wird
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Splittfaktor (SF) - gibt an, auf wie viele Arbeitsplätze dieser Arbeitsgang verteilt wird
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Rüstzeit des Arbeitsganges in der selektierten Zeiteinheit
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Ausführungszeit des Arbeitsganges in der selektierten Zeiteinheit bezogen auf die Fertigungsmenge und den Splittfaktor
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Auftragszeit des Arbeitsganges in der selektierten Zeiteinheit, berechnet aus Rüstzeit und Ausführungszeit
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2. Zeile
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Erzeugnis - das übergeordnete Teil, für das die Arbeitspapiere erstellt werden.
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Wartezeit in Stunden
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