2.3.3.2 Konfiguration
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Der OLTP SyncAgent wird vollständig vom infra:NET Datenbank-Server kontrolliert.Notwendige Konfigurationsdaten werden aus der Konfigurationsdatei „sbaseSQL.INI“ an den OLTP SyncAgent übermittelt.
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Folgende Schlüssel in der jeweiligen Datenquellensektion der Konfigurationsdatei „sbaseSQL.ini“ sind für den OLTP SyncAgent relevant:
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OnlineReplication: YesDie Online-Replikation muss eingeschaltet sein – ansonsten werden keine Daten an den OLTP SyncAgent übermittelt.
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ReplicateTables: ALLAlle Tabellen, die repliziert werden sollen (egal ob synchron oder asynchron) müssen hier angegeben werden.
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ReplicateLocalTables: YesZur Replikation arbeitsplatzabhängiger Tabellen muss diese Option aktiviert werden.
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AsyncTables: ALLDie hier angegebenen Tabellen (Syntax entspricht dem Eintrag „ReplicateTables“) werden nicht synchron sondern asynchron über den OLTP SyncAgent repliziert. Der OLTP SyncAgent-Dienst muss ausgeführt werden – ansonsten ist eine Anmeldung an infra:NET nicht möglich.
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ConnectionString: …Die hier angegebene Verbindungszeichenfolge wird auch vom OLTP SyncAgent verwendet. Anders als bei der synchronen Replikation kann dieser aber auch Nicht-ODBC ConnectionStrings interpretieren (siehe Hinweis „ConnectionStrings“).
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Achtung!Je nach Windows Konfiguration sind für die Bearbeitung der INI-Datei besondere Benutzerprivilegien notwendig.Bitte nutzen Sie einen Editor (z.B. Windows Notepad), der damit umgehen kann und starten Sie den Editor möglichst als „Administrator“.Ansonsten kann es passieren, dass die Änderungen zwar gespeichert werden, aber nicht in der erwarteten Datei!
ConnectionStrings
Wird ausschließlich mit der asynchronen Replikation (über OLTP SyncAgent) gearbeitet, können beliebige ADO-ConnectionStrings verwendet werden.
Beispiel:
Provider=SQLOLEDB;Data Source=KS-ESPRIMO;Initial Catalog=INFRA_ECHT;Integrated Security=SSPI;Auto Translate=yes;Application Name=infra;Connect Timeout=60;Command Timeout=60
Bei gemischter Replikation (synchron und asynchron) muss aber ein ODBC-ConnectionString angegeben werden. Um das Anlegen einer DSN zu umgehen, kann folgender ODBC-ConnectionString verwendet werden:
Driver={SQL Server};Server=KS-ESPRIMO;Database=INFRA_ECHT;Trusted_Connection=yes
(Namen für Server und Database sind natürlich entsprechend zu ersetzen)
Abweichende Codepage (z.B. osteuropäische Zeichensätze)
Der OLTP SyncAgent transportiert Daten im Unicode-Format an die SQL-Datenbank. Da die Daten aber von infra:NET in einem 8-Bit Zeichensatz geliefert werden, muss der OLTP SyncAgent eine Konvertierung vornehmen, die abhängig vom verwendeten infra:NET Zeichensatz ist. Standardmäßig ist dies die Codepage 1252. Im osteuropäischen Raum können infra:NET Arbeitsplätze aber mit einer abweichenden Codepage (z.B. 1250) arbeiten (siehe Kapitel 2.8.4 Osteuropäische Zeichensätze). Um dann die korrekte Zeichenkonvertierung bei der Replikation zu gewährleisten, muss folgender Registry-Eintrag für den OLTP SyncAgent gesetzt werden:
Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\
Wow6432Node\infra.NET\Server\OLTPSyncAgent
Wertname (DWORD): Codepage
Inhalt: 1250 (dezimal!)
