430.11 Automatische Mengenverwaltung
Mit der Auftragsabwicklung kann bei entsprechender Konfiguration der Aufwand für die Erfassung der zu liefernden und zu fakturierenden Mengen bei häufigen Teillieferungen minimiert werden.
Z.B. ist der unten dargestellte Ablauf mit den angegebenen Konfigurationen über INI-Einstellungen und Parameter möglich.
  • Auftrag erfassen mit der Vorbelegung Auslieferungsmenge = Auftragsmenge und zu fakturierende Menge = 0
    Erforderliche Parametereinstellung: Parameter P435, Position 78=2
    Durch diese Einstellung erfolgt die Vorbelegung der zu fakturierenden Menge beim Erfassen mit "0.000". Die Auslieferungsmenge wird beim Erfassen mit der Auftragsmenge vorbelegt. Um Fehler durch manuelle Eingaben zu vermeiden, sollte in 935 Konfigurationsparameter AUF und MwSt unter Auftrags-/Rechnungsarten die Markierung «zu fakturierende Menge änderbar» nicht gesetzt sein.
    Siehe auch INI-Einstellung MngFaktAusLief in Sektion [AUF435], um bei Änderungen/Eingaben die zu fakturierende Menge und die zu liefernde Menge zu synchronisieren.
  • Auftragsbestätigung, kein Zwang
    Bzw. Zwang je nach Konfiguration der Auftragsart (Modul 935) oder Eingaben über die Auftragspositionsbearbeitung.
  • Ausfassliste drucken, kein Zwang
    Bzw. Zwang je nach Konfiguration der Auftragsart (Modul 935) oder Eingaben über die Auftragspositionsbearbeitung.
  • Liefermenge ggf. korrigieren in "452 Liefermengen bearbeiten" oder "435 Aufträge bearbeiten" Erforderliche Parametereinstellung: Parameter P452, Position 78=2
    Durch diese Einstellung wird bei Änderungen der Auslieferungsmenge in "452 Liefermengen bearbeiten" die zu fakturierende Menge nicht geändert.
    Siehe auch INI-Einstellung MngFaktAusLief in Sektion [AUF435], um bei Änderungen/Eingaben die zu fakturierende Menge und die zu liefernde Menge zu synchronisieren.
  • Lieferschein drucken, zwingend
    Bzw. kein Zwang je nach Konfiguration der Auftragsart (Modul 935) oder Eingaben über die Auftragspositionsbearbeitung.
  • Die zu liefernde Menge wird auf die zu fakturierende Menge addiert.
    Nach der Buchung wird die zu liefernde Menge mit der Restmenge (noch zu liefern) gefüllt.
    Erforderliche INI-Einstellung: "LiefNachFakt = 1" in Sektion [AUF43AL].
    Diese Einstellung bewirkt, dass die gelieferte Menge (aus dem Feld «zu liefernde Menge») auf die zu fakturierende Menge addiert wird.
  • SIBPPS.INI-Einstellung "RestNachLief = 3" in Sektion [AUF43AL]
    Mit dieser Einstellung wird die zu liefernde Menge nach dem Buchen mit der Restmenge belegt, auch bei Positionen mit zu liefernder Menge = 0.
    Das heißt, dass auch Positionen, die bei diesem Druck gezielt von der Lieferung ausgenommen wurden, für den nächsten Lieferschein mit der Restmenge vorbereitet werden.
  • INI-Einstellung "RestNachLief = 1" in Sektion [AUF43AL]
    Diese Einstellung sorgt dafür, dass die Mengenbehandlung nur für Positionen wirkt, die bei diesem Druck auch geliefert wurden.
  • Rechnung drucken
    Beim Rechnungsdruck soll keine Materialbuchung erfolgen.
    Erforderliche INI-Einstellung: "NichtBuchen = 1" in Sektion [AUF43AR].
    Mit dieser Einstellung wird verhindert, dass beim Rechnungsdruck eine Materialbuchung für die neue mit "454 Lieferscheine drucken" vorbelegte Liefermenge erfolgt.
    Nach Teillieferungen/Teilrechnungen weiter bei Punkt 3.
  • "459 Lieferungen stornieren"
    Erforderliche Parametereinstellung: Parameter P459, Position 22=1
    Diese Einstellung ist erforderlich, damit beim Stornieren von Lieferungen die zu fakturierende Menge um die stornierte Menge reduziert wird,
    da sie ja mit der erneuten Lieferung, wie unter 5. beschrieben, wieder (richtig) gesetzt wird.
    Siehe auch INI-Einstellungen MngZu… in Sektion [AUF459], um die zu fakturierende Menge und die zu liefernde Menge zu synchronisieren.
Falls im bereits laufenden Betrieb eine Umstellung auf diesen Ablauf erfolgen soll, muss folgende Vorgehensweise eingehalten werden:
  • Alle Auftragspositionen, für die bereits eine Lieferung erfolgte, müssen vor der Umstellung berechnet werden.
  • Datensicherung durchführen.
  • In allen noch offenen Kundenauftragspositionen müssen mit einer Installationsroutine (STP-Datei) die zu fakturierenden Mengen auf Null gesetzt werden (in ECHT-Daten und Beispieldaten). Ersatzweise kann auch vor jedem Lieferscheindruck die zu fakturierende Menge manuell auf Null gesetzt werden.
  • Dann werden die Konfigurationsparameter gesetzt wie beschrieben (in ECHT- und Beispieldaten)
  • Test des Ablaufs mit den Beispieldaten
  • Wenn der Test mit den Beispieldaten erforderlich war, dann den Test in den ECHT-Daten durchführen, von der Auftragserfassung bis zu Rechnung mit Teillieferung.
  • Falls Fehler beim Test mit den ECHT-Daten auftreten: Fehleranalyse, Datenrücksicherung der ECHT-Daten und weiter bei c).