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511.011 Maschinengruppen bearbeiten, Register Kapazität
Beschreibung der Bildschirmfelder (Kapazität)
Maschinengruppe
Eingabe der Maschinengruppennummer der Maschine, die bearbeitet werden soll. Die Maschinengruppennummer ist Schlüsselbegriff in der Produktionsmitteldatei und kennzeichnet zusammen mit dem Produktionsmitteltyp somit einen Produktionsmittelstammsatz eindeutig.
Maschinengruppenbezeichnung
In diesem Feld ist die Bezeichnung der zugehörigen Maschinengruppe einzugeben.
Suchbegriff
Mit diesem Eingabefeld können Produktionsmittel über einen frei wählbaren Begriff zusammengefasst werden. Der Suchbegriff ist ein Gruppenbegriff in der Produktionsmittelstammdatei.
Kostenstelle
In diesem Feld wird festgelegt, welcher Kostenstelle das Produktionsmittel zugeordnet wird. Einer einzelnen Kostenstelle können mehrere Produktionsmittel zugeordnet sein. Die Konventionen aus der Kostenrechnung sind hier zu berücksichtigen.
Status
Es sind alle Eingaben zulässig. Eingegebene Kleinbuchstaben werden in Großbuchstaben umgewandelt.
" "
Aktiv
Dieser Status kennzeichnet ein gültiges, einsetzbares Produktionsmittel.
X
Inaktiv
"X" steht für ein beliebiges Zeichen ungleich " ". Innerhalb des Anwendungsbereiches Fertigungssteuerung können inaktive Produktionsmittel nur noch beschränkt verwendet werden. Es erscheint in diesen Fällen eine Warnung oder Fehlermeldung.
Standard-Arbeitszeit     Markierung
Markierung ein
Die in 936 Konfigurationsparameter FST konfigurierten Arbeitszeiten je Tag gelten als Maschinenkapazität. Das Feld «Kapazität» wird mit dem Durchschnittswert (nur Arbeitstage) vorbelegt.
Markierung aus
Für jeden Tag gilt die Kapazität, die im folgenden Feld eingegeben wird.
An Feiertagen und betriebsspezifischen freien Tagen, werden die eingetragenen Kapazitäten ignoriert.
Feiertage können mit "936 Konfigurationsparameter FST", betriebsspezifische Feiertage mit 293 Betriebskalender bearbeiten bestimmt werden.
Kapazität
In diesem Feld wird die Maschinenkapazität in Stunden je Tag angegeben. Sie entspricht der "realen Kapazität" laut REFA.
Beispiel
Die technisch machbare "theoretische Kapazität" einer Maschine beträgt 20 Stunden. Diese steht jedoch aus verschiedenen Gründen (Urlaub, Krankenstand, persönliche Abwesenheit, Betriebsmittelstörungen, Planungsfehler, Nacharbeit, mangelnde Aufträge, unterschiedliche Kapazitätsauslastung) nicht immer zur Verfügung. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass oben genannte Maschine nur 15 Stunden eingesetzt werden konnte. Diese 15 Stunden, die realistischerweise zur Verfügung stehen, werden hier eingetragen.
Die Angaben im Feld «Kapazität» sollten mit dem in "936 Konfigurationsparameter FST" konfigurierten Arbeitsbeginn je Tag abgestimmt werden. Es können, wenn beispielsweise die Arbeit um 20.00 Uhr beginnt, keine 8 Stunden, sondern nur 4 Stunden auf dieser Maschine an diesem Tag gearbeitet werden.
Bei Maschinengruppen
Für Maschinengruppen sind auch Kapazitäten über 24 Stunden eingebbar. Die Kapazität steht für die Summe der zugehörigen Maschinenkapazitäten. Falls einer Maschinengruppe bereits Maschinen zugeordnet sind, werden deren Kapazitäten automatisch addiert. Sind einer Maschinengruppe unbegrenzt viele Maschinen zugeordnet, d.h. im Feld «Maschinenanzahl» steht eine 0, wird im Feld «Kapazität» die Kapazität einer Maschine (kleiner 24 Stunden) angegeben.
maximale Kapazität in Prozent
Diese Angabe erfolgt in Prozent und bezieht sich auf das Feld «Kapazität». Es können auch Werte unter 100 % eingegeben werden.
Achtung
Die Eingabe von 0 entspricht 100 %.
Beispiel
Sind in diesem Feld 200 % eingetragen, so heißt das, dass die Maschine doppelt so schnell arbeiten kann, als im Normalfall.
Bei der Terminierung (Arbeitsgebiet 550) kann angegeben werden, ob die Termine unter Berücksichtigung dieses Faktors ermittelt werden sollen.
Zeitmodell
Hier ist ein Periodenmodell (siehe Programm 523 Zeitmodelle und Ausnahmen) anzugeben. Bei Maschinengruppen ergibt sich die Kapazität aus dem Zeitmodell und der Anzahl der Maschinen.
Beispiel
Das Zeitmodell einer Maschinengruppe sagt aus, dass an diesem Tag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr, also 4 Stunden, gearbeitet wird. Zu dieser Maschinengruppe gehören 5 Maschinen. Folglich können zwischen 8.00 Uhr und 12.00 Uhr 20 Stunden belegt werden.
Falls nicht mit Zeitmodellen gearbeitet wird, sind hier Leerzeichen einzugeben.
Belastungsschranke in Prozent
Dieses Feld dient der belastungsorientierten Auftragsfreigabe (BOA) (siehe Kapitel 500 Fertigungssteuerung - FST). Die Schranke sagt aus, um wie viel Prozent die Tageskapazität eines Arbeitsplatzes in einer festgelegten Periode (siehe 936 Konfigurationsparameter FST) über- bzw. unterschritten werden darf. Bei der Kapazitätsprüfung in der Terminierung (siehe 552 Terminierung, auch Simulation) und der Freigabe (siehe 562 Freigabevorschlag für Arbeitsgänge) wird die Belastungsschranke ausgewertet. Die Angabe erfolgt in Prozent und ist auf das Feld «Kapazität» bezogen.
0
Bei Eingabe von 0 wird keine belastungsorientierte Freigabe vorgenommen.
XXXX
gewünschter Prozentsatz für die Belastungsschranke.
Beispiel
Sind in diesem Feld 300 % eingegeben, bedeutet das, dass das 3-fache der Tageskapazität, in diesem Falle also 3 x 8 Stunden, als Arbeitsvorrat für die Maschine innerhalb eines bestimmten Zeitraums akzeptiert werden. Der Zeitraum ist in "936 Konfigurationsparameter FST" konfigurierbar.
Kapazität prüfen     Markierung
Entscheidung, ob die Kapazität in 552 Terminierung, auch Simulation und 562 Freigabevorschlag für Arbeitsgänge der Maschinen(gruppen) geprüft werden soll.
Achtung
Eine Änderung dieses Feldes wirkt sich nur auf zukünftige Aufträge aus. Wird die Markierung eingeschaltet, müssen vorhandene Aufträge je nach Terminierungsart mit "552 Terminierung, auch Simulation" neu terminiert werden. Bereits vor der Änderung terminierte oder freigegebene Aufträge können in "547 / 554 Arbeitsvorrat vor Arbeitsplätzen" nicht mehr ausgegeben werden, ohne dass sie zuvor mit "9964 Abgleich Kopfdaten und Positionsdaten" korrigiert wurden.
Markierung ein
Die Kapazität von Maschinen(gruppen) wird geprüft.
Markierung aus
Es findet für diese Maschine auf keinen Fall eine Kapazitätsprüfung statt. In Programm 574 Arbeitsvorrat vor Arbeitsplätzen und Programm 554 Arbeitsplatzbelegungspläne kann eine Arbeitsplatzbelegung nur eingeschränkt ausgegeben werden.
Kapazitätsabgleich     Markierung
Ein Kapazitätsabgleich ist nur möglich, wenn das Feld «Kapazität prüfen» markiert und bei Belastungsschranke 0 % eingetragen wurde. Kapazitätsabgleich bedeutet, dass ein Arbeitsgang, für den auf einer Maschine(ngruppe) im gewünschten Zeitraum keine freie Kapazität mehr vorhanden ist, verschoben wird. Ein Kapazitätsabgleich kann in 552 Terminierung, auch Simulation stattfinden. Wenn die belastungsorientierte Auftragsfreigabe eingeschaltet ist (im Feld «Belastungsschranke» steht ein Wert ungleich 0), kann kein Kapazitätsabgleich durchgeführt werden.
Markierung ein
Es erfolgt ein Abgleich.
Markierung aus
Es erfolgt kein Abgleich.
Kapazitätsbelegung     Auswahlliste
Die Auswahl hier ist für den Kapazitätsabgleich in 552 Terminierung, auch Simulation von Bedeutung.
  • laut Plantermin
    (Plantermine ohne Lücken.)
    Ein Arbeitsgang belegt den Zeitraum vom geplanten Starttermin bis zum geplanten Endtermin. Bei einem Kapazitätsabgleich muss ein Arbeitsgang auf dieser Maschine in einen Zeitraum fallen, der noch nicht von anderen Arbeitsgängen belegt ist.
    Beispiel
    Ein Arbeitsgang dauert 30 Minuten. Folgende Zeiträume sind frei:
    12.00 Uhr - 12.15 Uhr, 12.30 Uhr - 12.45 Uhr und
    14.00 Uhr - 15.00 Uhr.
    In diesem Falle bedeutet das, dass der Arbeitsgang um 14.00 Uhr beginnt.
  • frühest/spätest
    (mit Lücken)
    Ein Arbeitsgang belegt zu einem bestimmten Prozentsatz bzw. mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit den Zeitraum vom frühesten Starttermin bis zum spätesten Endtermin.
    Bei einem Kapazitätsabgleich kann ein Arbeitsgang auf dieser Maschine auch in einen Zeitraum fallen, der von anderen Arbeitsgängen belegt ist.
    Beispiel
    Der Zeitraum vom frühesten Starttermin bis zum spätesten Endtermin beträgt 12 Stunden. Der Arbeitsgang dauert 6 Stunden. Folgende Zeiträume sind frei:
    08.00 Uhr - 12.00 Uhr zu 25 % belegt, d.h. es sind noch 3 Stunden in diesem Zeitraum frei, an dem gearbeitet werden kann.
    12.00 Uhr - 14.00 Uhr zu 100 % belegt, d.h. dieser Zeitraum ist voll belegt.
    14.00 Uhr - 22.00 Uhr zu 50 % belegt.
    In diesem Fall müssen noch 3 Stunden gearbeitet werden, da dieser Zeitraum zu 50 % schon belegt ist, müssen deshalb 6 Stunden zu 50 % gearbeitet werden.
    Folglich beginnt unser Arbeitsgang um 08.00 Uhr und endet um 20.00 Uhr.
Soll rückmelden     Markierung
Diese Angabe dient zur Vorbelegung des Feldes «Soll-rückmelden» innerhalb einer Arbeitsgang-Zeile beim Kopieren eines Fertigungsauftrags in 531 Fertigungsaufträge bearbeiten. Sie dienen nur dann der Vorbelegung, wenn in "141 Arbeitspläne bearbeiten" kein Eintrag (Eintrag von einem Leerzeichen) im Feld «Soll rückmelden» erfolgte.
Markierung ein
Die angegebenen Zeiten und Mengen werden bei der ersten Rückmeldung bzw. bei der Auftragsfertigmeldung (konfigurierbar in 936 Konfigurationsparameter FST) als Ist-Daten zurückgemeldet.
Markierung aus
Der Arbeitsgang muss manuell zurückgemeldet werden.
Maschinenanzahl
Maschinenanzahl
Dieses Feld erscheint nur bei dem Produktionsmitteltyp MG für Maschinengruppe. Falls einer Maschinengruppe schon in 511.02 Maschinen bearbeiten Maschinen zugewiesen wurden, wird hier automatisch die Anzahl angezeigt.
Ansonsten ist eine manuelle Eingabe möglich.
Sollen einer Maschinengruppe unbegrenzt viele Maschinen zugeordnet werden, muss als Maschinenanzahl eine 0 eingetragen werden. Im Feld «Kapazität» wird dann die Kapazität einer Maschine (kleiner 24 Stunden) angegeben
Wartungsintervall
Dies ist ein reines Informationsfeld. Dort kann angegeben werden, in welchen regelmäßigen Abständen eine Wartung erfolgen soll.
Beispiel
Wenn alle 300 Tage eine Wartung erfolgen soll, muss hier "300" und im Feld «Zeiteinheit» "T" eingegeben werden.
Zeiteinheit     Auswahlliste
Hier ist die Zeiteinheit für das Wartungsintervall auszuwählen:
  • Stunden
  • Tage
  • Wochen
  • Monate
  • Jahre
Die Zeiteinheit gilt auch für die folgenden Felder.
nächste Wartung
Hier wird angegeben nach welcher "Betriebsdauer" die nächste Wartung erfolgen soll. In 512 Produktionsmittel / Personen listen kann eine Wartungsliste ausgegeben werden, in der alle Maschinen aufgeführt werden, die gewartet werden müssen, d.h. die Eintragung im Feld «Betriebsdauer» ist größer als die Eintragung im Feld «nächste Wartung». Nach Durchführung der entsprechenden Wartung muss dieses Feld um die Angabe im Feld "Wartungsintervall" erhöht werden.
Beispiel
Im Feld «Nächste Wartung» sind 900 Stunden eingetragen. Beträgt die Betriebsdauer z.B. 905 Stunden, so wird die Maschine auf der Wartungsliste in "512 Produktionsmittel listen" ausgegeben. Daraufhin ist dieses Produktionsmittel zu warten und das Feld «Nächste Wartung» auf 1200 zu erhöhen, da das Wartungsintervall 300 Betriebsstunden beträgt.
Die drei folgenden Felder («Betriebsdauer», «Unterbrechungen», «Anzahl Unterbrechungen») werden aus der Statistik (beim Verdichten in 592 Rückmeldungen für Maschinenstatistik verdichten) versorgt. Läuft ein Feld über, d.h. es steht auf 99999999.99, so werden alle drei Felder wieder auf 0 gesetzt und das Feld «nächste Wartung» auf die Eingabe im Feld «Wartungsintervall».
Betriebsdauer
Das ist ein Ausgabefeld und gibt Auskunft über die Zeit, die eine Maschine seit ihrer Anschaffung bzw. ihrer Null-Stellung der Betriebsdauer im Einsatz war.
Unterbrechungen
Dieses Feld ist ein Ausgabefeld und gibt Auskunft über die Zeit (seit Feld «Betriebsdauer» = 0), in der eine Maschine außerplanmäßig nicht im Einsatz war. Das Feld wird nur versorgt, falls das Feld «Statistik» markiert und im Feld «Unterbrechungsgrund» bei der Rückmeldung ein Eintrag vorgenommen wurde.
Anzahl Unterbrechungen
Dieses Feld ist ein Ausgabefeld und gibt an, wie oft die Arbeit auf der Maschine unterbrochen werden musste. Dieses Feld wird nur versorgt, falls das Feld «Statistik» markiert und im Feld «Unterbrechungsgrund» bei der Rückmeldung ein Eintrag vorgenommen wurde.