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531.041 Terminierung
Mit der Funktion „Terminierung“ können Arbeitsgänge terminiert werden. Die Auswahl kann in den Registern "Positionen" oder "Auftragsdaten" erfolgen.
Das System frägt, ob neue Termine ermittelt werden sollen.
V-Zeilen werden dabei ignoriert.
Die Terminierung erfolgt vorwärts, wenn im Kopf der Starttermin gilt oder rückwärts, wenn im Kopf der Endtermin gilt.
Wird bei der Terminierung einer der beiden Ecktermine überschritten, frägt das System, ob der Termin des Fertigungsauftragskopfes überschrieben werden soll.
In "936 Konfigurationsparameter FST" ist konfigurierbar, ob die Ecktermine mit den ermittelten Terminen für den ersten bzw. letzten Arbeitsgang versorgt werden sollen. Der späteste Starttermin bzw. der früheste Endtermin werden immer übernommen (siehe Anzeigefenster im Fertigungsauftragskopf).
Folgende Richtlinien werden bei der Terminierung eingehalten:
  • Bei neuem Starttermin erfolgt auch eine Korrektur der Entnahmetermine in den Materialzeilen.
  • Bei einer eigenständigen Materialzeile, d.h. sie gilt für den Fertigungsauftrag, werden die Entnahmetermine mit dem Starttermin aus dem Auftragskopf versorgt.
    Gilt der Starttermin als Ecktermin, dann wird der Entnahmetermin mit dem Starttermin versorgt.
    Gilt der Endtermin als Ecktermin, dann wird der Entnahmetermin mit dem spätesten Starttermin versorgt.
  • Materialzeilen, die zu Arbeitsgängen gehören (gleiche Position), erhalten den Starttermin (Plantermin) aus der A-Zeile. Die Korrektur der Vorlaufzeit wird jeweils berücksichtigt.
  • Die E-Zeilen-Termine werden mit den Terminen aus dem Auftragskopf versorgt.
  • Der Termin einer P-Zeile entspricht dem Termin der dazugehörigen A-Zeile.
Nachterminierung
Bereits freigegebene oder rückgemeldete Aufträge können nachterminiert werden. Der Termin, ab dem nachterminiert werden soll, kann im Auftragskopf im Bereich "Nachterminieren" eingegeben werden. Danach muss aber die Nachterminierung explizit über die Schaltfläche [ Terminierung ] gestartet werden.
Bei Termin 00.00.0000 wird mit den geplanten Terminen aus dem Auftragskopf nachterminiert.
Erledigte Arbeitsgänge werden dabei nicht berücksichtigt.
Mit der SIBPPS.INI-Einstellung "TermAG50" in der Sektion [FST531] können beim Nachterminieren auch die bereits teilrückgemeldeten Arbeitsgänge (Zustand 50) neu terminiert werden. Es wird dann mit der Restzeit terminiert. Im Standard werden teilrückgemeldete Arbeitsgänge aber nicht berücksichtigt. Bei Übergangszeiten, Überlappungen oder irrtümlich noch nicht rückgemeldeten Positionen (z.B. Arbeitsgang-Sequenz: erledigt, nicht erledigt, erledigt, nicht erledigt) kann es daher zu Ungenauigkeiten kommen. Ab Zustand freigegeben (30) wird unabhängig von der Konfiguration immer gefragt, ob terminiert werden soll und ob der ermittelte Termin in den Auftrag übernommen werden soll.
  • Falls bereits rückgemeldete Arbeitsgänge nachterminiert werden, muss darauf geachtet werden, dass die bisher gearbeitete Zeit auch rückgemeldet ist und zum Terminierungszeitpunkt nicht gearbeitet wird. Die bereits rückgemeldete Zeit wird bei der Terminierung nicht berücksichtigt!
    Es wird nur über die Restzeit terminiert. Wenn der angearbeitete Arbeitsgang nicht der erste noch nicht erledigte Arbeitsgang ist oder gar mehrere angearbeitete Arbeitsgänge existieren wird die Terminierung auch entsprechende Ergebnisse liefern.
  • Übernahme des berechneten Termins in den Kopf:
    Wenn die regulären Auftragskopftermine zuvor geändert wurden, macht eine Übernahme immer Sinn.
    Falls aber nur der Termin im Bereich "Nachterminieren" geändert wurde, kann es zu Konflikten mit den ursprünglichen Eckterminen kommen, wobei eine Übernahme dann beide Termine korrigiert.
    Beispiele
    Im Kopf steht Mai bis Juni und eingegebener Start ist Juli. Das Ergebnis der Terminierung liegt im August.
    Eine Übernahme in den Kopf bedeutet Ecktermine Mai bis August.
    Keine Übernahme bedeutet, dass die Arbeitsgänge außerhalb der Kopftermine liegen, was ja auch ohne Nachterminierung zulässig ist.
    Oder im Kopf steht Mai bis Juni und eingegebener Start ist April.
    Das Ergebnis der Terminierung liegt im August. Eine Übernahme in den Kopf bedeutet Ecktermine April bis August,
    da der eingegebene Start (April) vor dem Starttermin im Auftragskopf (April) liegt.
    Die Termine in den M-Zeilen werden folgendermaßen vergeben:
  • Fall 1: Wenn die M-Zeile erledigt ist, bleibt sie unverändert.
  • Fall 2: Wenn die M-Zeile teilrückgemeldet ist, bleibt sie unverändert.
  • Fall 3: Ansonsten wird bei M-Zeilen ohne A-Zeilen als Führungszeile der Entnahmetermin aus dem Starttermin des Auftrags genommen. Im Normalfall wird der Termin also nicht verändert, es sei denn der Starttermin im Auftragskopf wurde verändert oder nach der Rückwärtsterminierung ("Endtermin gilt") übernommen.
  • Fall 4: Bei M-Zeilen zu A-Zeilen als Führungszeile und erledigter A-Zeile wird wie bei Fall 3 verfahren.
  • Fall 5: Bei M-Zeilen zu A-Zeilen als Führungszeile und teilrückgemeldeter A-Zeile wird der Entnahmetermin aus der A-Zeile übernommen.
  • Die Termine in den P-Zeilen werden folgendermaßen vergeben:
  • Fall 1: Wenn die P-Zeile erledigt ist, bleibt sie unverändert.
  • Fall 2: Termin aus A-Zeile wird übernommen.