531.072 Register Zusatz 2 zur Arbeitsgangzeile
Beschreibung der Bildschirmfelder
Personalnummer
Eingabe der Personalnummer einer Person oder Personengruppe. Falls keine Vorgaben für das Personal gemacht werden, sind hier Leerzeichen einzugeben. Bei Eingabe einer Personalnummer im Feld «Personal» werden die Lohndaten aus dem Personalsatz übernommen, falls dort keine Leerzeichen stehen.
In "936 Konfigurationsparameter FST" kann konfiguriert werden, ob ein Personen(gruppen)-Stammsatz aus 511 Produktionsmittel / Personen bearbeiten vorhanden sein muss. Weitere Personen können bei Bedarf in nachfolgenden P-Zeilen angegeben werden.
Bezeichnung     Anzeige
Anzeige der Bezeichnung der Person(engruppe), wenn ein Stammsatz unter der eingegebenen Nummer vorhanden ist.
Position     Anzeige
Anzeige der Nummer der aktuellen Position.
Lohngruppe
Falls Lohnsoftware eingesetzt wird, müssen deren Konventionen hier berücksichtigt werden. Das Feld wird aus dem Arbeitsplan vorbelegt.
Lohnart
Falls Lohnsoftware eingesetzt wird, müssen deren Konventionen hier berücksichtigt werden. Das Feld wird aus dem Arbeitsplan vorbelegt.
Zeitaufnahme
Eingabe eines frei wählbaren Kennzeichens für die Zeitaufnahme, z.B. "R" für Rüstzeit soll gemessen werden.
Zeitgrad Rüstzeit
Die Vorbelegung des Zeitgrades erfolgt aus "Arbeitsgang". Er gibt das Verhältnis zwischen Soll / Ist-Rüstzeit in Prozent an.
Beispiel
Sind in diesem Feld 200 % angegeben, so bedeutet dies, dass die üblicherweise benötigte Rüstzeit doppelt so groß ist, wie im aktuellen Arbeitsgang. Anders ausgedrückt kann in diesem Fall doppelt so schnell gearbeitet werden als normal üblich. Wenn in der A-Zeile im Feld «tr» 10 Stunden angegeben sind, beträgt daher die echte Rüstzeit 5 Stunden.
Zeitgrad Ausführungszeit
Vorbelegung aus dem Arbeitsgang. Er gibt das Verhältnis zwischen Soll / Ist-Ausführungszeit in Prozent an (siehe auch Erläuterung unter «Zeitgrad tr»).
Kennzeichen Übergangszeit     Auswahlliste
Die Übergangszeit (tu) ist die Zeit nach dem Ende eines Arbeitsganges bis zum Beginn des nächsten Arbeitsganges. Sie entspricht der Zwischenzeit bei REFA. Folgende Angaben sind möglich:
  • Keine Übergangszeit. In diesem Fall werden die Zeitangaben ignoriert (Feldinhalt " ").
  • Die Übergangszeiten werden als Arbeitszeit in Stunden angegeben (Feldinhalt 1).
    Es werden dabei die Einstellungen aus 936.032Arbeitszeiten je Tag berücksichtigt.
    Die Angaben im Arbeitsplatz zu Zeitmodell oder Kapazität werden nicht ausgewertet.
  • Die Übergangszeiten werden als fixe Zeitangaben in Stunden (jeder Tag hat 24 Stunden) angegeben (Feldinhalt 2).
  • Die Übergangszeiten werden in Arbeitstagen angegeben. Nachkommastellen werden ignoriert. Der nächste Arbeitsgang kann erst am Morgen nach den angegebenen Arbeitstagen beginnen (Feldinhalt 3).
Die Eingabe der Übergangszeiten (Kennz. Überg.zeit, Überg.zeit fix und var.) erfolgt nach demselben Prinzip wie bei den Übergangszeiten in "511 Produktionsmittel / Personen bearbeiten". Die Felder werden aus dem Arbeitsplan/Arbeitsgang vorbelegt.
Übergangszeit fix
Eingabe der fixen Übergangszeit, z.B. feste Trockenzeiten. Sie wird bei der Terminierung immer berücksichtigt.
Übergangszeit variabel
In diesem Feld wird die variable Übergangszeit eingegeben. Beispiele wären Transportzeiten, Liegezeiten. Die variable Übergangszeit kann von der Terminierung (Arbeitsgebiet 550) zur Ermittlung von frühesten Startterminen und spätesten Endterminen herangezogen werden.
Bereich "nächster Arbeitsgang beginnt nach"
Anf./Ende     Auswahlliste
  • Keine Überlappung
    Es werden keine Angaben gemacht. Die folgenden Felder sind gesperrt.
  • Bezogen auf Anfang
    Die Angaben in den Folgefeldern beziehen sich auf den Anfang des aktuellen Arbeitsganges. Es kann entweder eine Zeit-, eine Mengen- oder eine Prozentangabe erfolgen.
  • Bezogen auf Ende
    Die Angaben in den Folgefeldern beziehen sich auf das Ende des aktuellen Arbeitsganges. Es sind anschließend nur Angaben im Feld «Zeit» möglich.
Angaben, bezogen auf den Anfang oder das Ende eines Arbeitsganges, werden für die Terminfindung vor der Übergangszeit, die dann ignoriert wird, berücksichtigt.
Achtung
Da die Angabe, wann der nächste Arbeitsgang beginnen kann, entweder nur als Zeit-, Mengen- oder Prozentangabe gemacht werden kann, kann bei den nächsten drei Feldern nur eine Eingabe gemacht werden. Eine Eingabe ungleich "Leerzeichen" in einem Feld verursacht die Initialisierung (auf Leerzeichen) der anderen beiden Felder.
Zeit
Nach dieser Zeit, bezogen auf den Anfang bzw. das Ende des aktuellen Arbeitsganges, kann der nächste Arbeitsgang beginnen. Die Dauer des aktuellen Arbeitsganges darf nicht überschritten werden, wenn die Zeit auf den Anfang des Arbeitsganges bezogen ist. Es ergibt sich eine Arbeitsgangüberlappung, wenn die Zeit auf den Anfang des Arbeitsganges bezogen ist. Ist sie auf das Ende des Arbeitsganges bezogen, so entsteht eine Übergangszeit. Stehen alle 3 Felder auf 0 und das Feld «nächster Arbeitsgang» auf "A", so beginnen der aktuelle und der nachfolgende Arbeitsgang gleichzeitig. Die Rüstzeit wird bei der Überlappung berücksichtigt.
Menge
Mengenangabe, nach deren Erledigung der nächste Arbeitsgang beginnt. Die Mengenangabe des aktuellen Arbeitsganges darf nicht überschritten werden.
Prozent
Prozentangabe, bezogen auf die Ausführungszeit (ohne Rüstzeit), nach deren Erledigung der nächste Arbeitsgang beginnen kann.
Anwender 1 bis 6
Diese Felder sind frei für den Anwender und werden nicht gedruckt oder ausgewertet. Der Inhalt wird aus dem Arbeitsplan übernommen (Anwender 1 entspricht Anwenderfeld 3 im Arbeitsplan).
Bereich Personen
Aus dem Produkt von Menge, «Anzahl» und «te» wird «ta» ermittelt. Anzahl 0 wird immer wie Anzahl 1 behandelt. Alle Mengenangaben werden berücksichtigt (mengenabhängig, Sprungmenge, Mengencode).
Aus der Arbeitsgangzeile des Arbeitsplans werden Anzahl und te beim Kopieren des Arbeitsplans in den Fertigungsauftrag übernommen und können dort geändert werden.
Die Felder werden auch bei der Generierung von Fertigungsaufträgen ("374 Bestellungen und Fertigungsaufträge erzeugen") versorgt, haben ansonsten aber im Standard keinerlei Auswirkung (Listen, Kalkulation usw.).
Mit der INI-Einstellung VbTePerson in Sektion [PDV141] kann festgelegt werden, dass beim Erfassen einer A-Zeile das Feld «te Person» aus dem Feld «te» bei jeder Änderung von «te» vorbelegt wird.
Die Einstellung gilt auch beim Erfassen eines Arbeitsgangs in "141 Arbeitspläne bearbeiten" und beim Generieren von Aufträgen mit der Materialplanung.
Hintergrund:
Es gibt ggf. eine Reihe von Fertigungsprozessen, bei denen für einen Arbeitsgang mehrere Personen gleichzeitig benötigt werden. Alle Personen bearbeiten dabei Teilschritte desselben Arbeitsgangs. Diese Prozesse sollen korrekt in den Arbeitsplänen abgebildet werden.
Diesen Arbeitsgängen ist spezifisch, dass es unterschiedliche zeitliche Vorgaben für den Arbeitsplatz und die daran arbeitenden Personen gibt. Beide Vorgabezeiten sollen im Arbeitsplan ersichtlich sein, um als Basis für eine korrekte Fertigungsplanung zu dienen.
Bei der Rückmeldung müssen Maschinen- und Personendaten getrennt voneinander rückgemeldet und im Rahmen von Auswertungen gegen ihre jeweiligen Sollvorgaben verglichen werden.