8.7.2 Materialentnahme aufgrund von Reservierungen
Die Übernahme erfolgt über die Verbucherschnittstelle mit dem postingcode 183 und/oder 184, also gilt z.B.:
Schnittstellendatei: PC184.TXT
Semaphorendateien: PC184.OK bzw. PC184.HST.
Verzeichnis ist variabel (ggf. auch Dateiname änderbar), siehe Konfigurationskapitel am Anfang.
Alle tatsächlichen Materialentnahmen werden hier übergeben und in infra:NET verbucht.
Es werden keine automatischen Sollrückmeldungen für weitere Materialentnahmen oder Arbeitsgangrückmeldungen berücksichtigt.
infra:NET kann beliebig viele Rückmeldungen zu einer Materialposition verarbeiten. Z.B. verursacht folgender Fall damit kein Problem:
Bei Positionen mit Konsignationsware wird immer zuerst im Lager 1 nach Bestand geschaut. Wenn hier nichts liegt, wird stattdessen Bestand von Lager KS1 verwendet. Unter Umständen können also in einem Fertigungsauftrag zur gleichen Materialposition zwei verschiedene Bestände abgebucht werden.
Dateiaufbau
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Feld
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Format
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Bedeutung
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postingcode
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int
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Buchungsart:
183:
Vollständige Materialentnahme, d.h. die Materialposition erhält in infra:NET den Status „E“ für erledigt
184:
Unvollständige Materialentnahme, d.h. zu der Materialposition kann weiter entnommen/rückgemeldet werden
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orderno
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varchar(50)
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Fertigungsauftragsnummer aus infra:NET:
Wurde von infra:NET an LogBase übergeben.
Hinweis: Wird bei Übernahme von infra:NET aber nur ausgewertet, wenn keine Referenznummer übergeben wird (wird bei LogBase nicht übergeben)
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usstring1
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varchar(50)
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Auftragsposition aus infra:NET zu Auftragsnummer:
Wurde von infra:NET an LogBase übergeben
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usstring2
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varchar(50)
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Auftragsunterposition aus infra:NET:
Wurde von infra:NET an LogBase übergeben.
Falls die Unterposition nicht übergeben wird (leerer String) werden Leerzeichen eingesetzt.
Bei der Übergabe einer Unterposition, die nur aus Leerzeichen besteht oder einer Unterposition mit dem numerischen Wert 0 (dazu zählt auch ein nichtnumerischer Wert wie „ABC“) wird die erste Auftragsposition in infra:NET gesucht, die entweder Leerzeichen oder einen numerischen Wert von 0 enthält.
Beispiel: Als Unterposition wird 0 übergeben, gefunden wird aber als erster Satz zu der Positionsnummer eine Unterposition mit Leerzeichen,
In diesem Fall wird der Datensatz als korrekter Datensatz interpretiert.
Hintergrund: Bei manchen Systemen ist die Unterposition numerisch und damit wird ggf. aus der von infra:NET übergebenen „leeren“ Unterposition eine 0, die dann auch an infra:NET übergeben wird.
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itemno
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varchar(50)
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Teilenummer aus infra:NET:
Wurde von infra:NET an LogBase übergeben.
Hinweis: Bei STEGO werden keine Alternativteilenummern verwendet.
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fromstoreid
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varchar(3)
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Lager aus infra:NET:
Es kann ein von der Fertigungsauftragsposition abweichendes Lager angegeben werden.
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batchno
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varchar
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Chargenbezeichnung aus infra:NET:
Die Chargenbezeichnung wird von infra:NET geprüft. Existierende Chargen werden gebucht, nicht existierende Chargen werden angelegt.
Bei LPCV-Teilen muss eine Chargenbezeichnung übergeben werden.
Bei LPV-Teilen kann auch eine leere Chargenbezeichnung übergeben werden. Es wird dann automatisch die Chargenbezeichnung „0“ verwendet.
Wird nur bei LPCV-Teilen ausgewertet.
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fromstockplace
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varchar
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Lagerplatz aus infra:NET:
LogBase muss immer fix den infra-Lagerplatz 1 übergeben oder keinen Lagerplatz.
Der infra-Lagerplatz wird von infra:NET geprüft und muss angelegt sein.
Wird nur bei LPCV-Teilen ausgewertet.
Bei fehlender Angabe wird nach Entnahmestrategie laut INI-Einstellung verfahren.
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bookquantity
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float
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Entnommene Menge:
Die Menge muss immer in der Mengeneinheit laut Materialposition im Fertigungsauftrag angegeben werden, es sei denn in „quantityunit“ wird eine andere Einheit übergeben.
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qtyscrapped
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Float
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Enthaltener Ausschuss:
Der Ausschuss muss immer in der Mengeneinheit laut Materialposition im Fertigungsauftrag angegeben werden.
Im Feld bookquantity ist der Ausschuss bereits enthalten.
Der Ausschuss wird in der Rückmeldedatei im Feld 25 abgestellt.
Je nach Aufwand noch zu realisieren
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quantityunit
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varchart
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Mengeneinheit zur entnommenen Menge:
Bei leerer Mengeneinheit gilt die Angabe in der M-Zeile.
Bei INI-Einstellung PC183-MEegal = Yes bzw. PC184-MEegal = Yes gilt ebenfalls die Mengeneinheit in der M-Zeile.
Da im infra-Standard keine Eingabe der Mengeneinheit vorgesehen ist, wird die Menge in die Einheit laut Fertigungsauftragsposition umgerechnet!
Beispiel:
M-Zeile über 1000 St (= Mengeneinheit Lager). Über Schnittstelle werden 8 PK gemeldet (1 PK = 100 St). Infra übernimmt dann 800 Stück.
Die Einheit Pk wird nicht in den infra-Daten abgestellt.
Oder M-Zeile über 500 PK ( = 50.000 St) und Übergabe von 2 PL (Paletten).
In infra:NET muss dann eine Umrechnung von Paletten in Stück (Lagermengeneinheit) vorhanden sein, z.B. 1 Palette = 10.000 St (entspricht 100 Pk). infra:NET würde bei 2 PL dann 200 Pk zurückmelden.
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clientname
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varchar
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Sachbearbeiter:
LogBase sollte hier evtl. die Personalnummer des Mitarbeiters, der den Auftrag bearbeitet, abstellen.
Wird nur bei INI-Einstellung PC183-SBausClient = Yes bzw. PC184-SBausClient = Yes aus Sektion [MWI31M] ausgewertet.
Mit der Einstellung "Yes" wird der Sachbearbeiter in der effektiven Bewegung, im Rückmeldesatz und allen LPCV-Daten aus den ersten 5 Zeichen des Felds clientname versorgt.
Wird clientname nicht übergeben (leer oder nur Leerzeichen) wird wie im Defaultfall der angemeldete Sachbearbeiter abgestellt.
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declarationdate
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datetime
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Rückmeldedatum und Buchungsdatum:
Wird nur übernommen, wenn nicht leer. Ansonsten gilt Tagesdatum.
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software
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varchar
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Kennung, woher Daten kommen
LOGBASE = Aus Schnittstelle zu LogBase
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