9961.01 Programmablauf (Beispiel)
Wurde im Auswahlbildschirm durch Eingabe von Leerzeichen oder 0 veranlasst, dass die Konsistenzprüfung für alle zu prüfenden Dateien, laut Angaben im Feld «Datei-Liste», in einem Lauf erfolgen soll, so sind keine weiteren Eingaben mehr erforderlich. Das Programm beginnt dann sofort mit der Überprüfung der Daten. Je nach Datenvolumen kann die Prüfung sehr lange Zeit in Anspruch nehmen.
Wurde eine Datei zur Überprüfung ausgewählt, zum Beispiel wurde der Index 6 für die Teilestammdatei eingegeben, dann verzweigt das Programm in den Selektionsbildschirm.
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Beschreibung der Bildschirmfelder im Selektionsbildschirm
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Nachfolgend werden beispielhaft zwei Selektionen beschrieben, die bei der Prüfung der Teilestammdatei genutzt werden können. Weitere Selektionen können dateispezifisch über Dialogänderungen individuell ergänzt oder verändert werden.
Teilenummer von/bis
Der Bereich, der überprüft werden soll, kann eingegrenzt werden. Dazu ist hier die Nummer des Teils anzugeben, ab dem die Konsistenzprüfung durchgeführt werden soll und die Nummer des Teils, bis zu der die Konsistenzprüfung durchgeführt werden soll. Wenn der Bereich nicht eingegrenzt werden soll, ist keine Eingabe notwendig.
Klassifizierung von/bis
Der zu überprüfende Bereich kann auch über die Klassifizierung eingegrenzt werden. Dazu ist hier die Klassifizierung einzugeben, ab der die Konsistenzprüfung durchgeführt werden soll und die Klassifizierung, bis zu der die Prüfung durchgeführt werden soll. Wird der zu überprüfende Bereich sowohl nach Teilenummer, als auch nach Klassifizierung eingegrenzt, dann werden nur die Datensätze überprüft, die in beiden Eingrenzungen vorkommen. Ein Datensatz, dessen Teilenummer zwar laut Eingrenzung nach Teilenummer überprüft werden soll, dessen Klassifizierung jedoch nicht im Klassifizierungsbereich liegt, wird nicht überprüft.
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Beschreibung spezieller Bildschirmfelder bei Selektion zu Datei 65 (Rückmeldungen)
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Stornierte Rückmeldungen prüfen Markierungsfeld
Bei Markierung dieses Felds werden auch stornierte Positionen (Status "s" oder "S" in Feld 2) geprüft. Default ist Ja. Stornierte Rückmeldesätze sind dann vorhanden, wenn die Stornierung erfolgte, nachdem bereits eine Übergabe der Rückmeldedaten an eine Schnittstelle erfolgt ist (zum Beispiel an Lohn oder Kostenrechnung oder BDE).
Rückmeldungen ohne Auftrag prüfen Markierungsfeld
Bei Markierung dieses Felds werden bei Rückmeldungen, deren zugehöriger Fertigungsauftrag schon gelöscht wurde, auch die Koppelungen zu Auftragskopf, Auftragsposition und zum Master-Rückmeldesatz (laufende Nummer 0) geprüft. Default ist Nein. Dies betrifft Rückmeldungen mit Status "e", deren Daten noch nicht an alle Schnittstellen übergeben wurden (zum Beispiel an Lohn oder Kostenrechnung oder BDE).
Auswahl der Koppeldateien
Nachdem der Prüfbereich festgelegt und mit [ Ok ] bestätigt wurde, verzweigt das Programm in den Bildschirm zur Auswahl der Koppeldateien und zur Eingabe der Löschkonfiguration. Je nach Auswahl der Datei im ersten Bildschirm werden unterschiedliche Selektionen angeboten. Falls eine Koppelung nicht überprüft werden soll, muss die Markierung entfernt werden. Zu jeder Koppelung kann in der Spalte "Löschverursacher" festgelegt werden, ob ein fehlender Datensatz in der Koppeldatei den Löschvorgang für alle Dateien, die in der Spalte "Löschen" markiert sind, auslösen soll.
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Beschreibung der Bildschirmfelder zur Auswahl der Koppeldateien
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Spalte Koppelungen auswerten Markierungsfelder
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Markierung ein
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Die Verbindung zu dieser Datei wird geprüft.
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Markierung aus
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Die Verbindung zu dieser Datei wird nicht geprüft.
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Spalte Löschverursacher Markierungsfelder
Die Felder können nur eingegeben werden, wenn im Anwahlfenster das Löschen oder die Anzeige zu löschender Dateien markiert wurde. Die Markierung einer Datei bedeutet, dass bei einem fehlenden Datensatz aus dieser Datei der Löschvorgang bzw. die Löschanzeige ausgelöst wird. Alle existierenden Koppelsätze aus den in Spalte "Löschen" markierten Dateien werden dann gelöscht bzw. alle löschbar angezeigt.
Beispiel
Bei Prüfung von Datei 71 (Kalkulationsdatei 1) wird als Löschverursacher die Datei 6 (Teilestamm) markiert und in der Spalte "Löschen" die Leitdatei, also die Kalkulationsdatei selbst. Fehlt nun zu einem Kalkulationssatz der Teilestamm, wird der Satz in der Kalkulationsdatei gelöscht.
Hinweis
Werden mehrere Löschverursacher markiert, sind diese absolut gleichwertig. Der Löschvorgang wird ausgelöst, wenn zumindest ein Koppelungssatz aus einer markierten Koppeldatei fehlt.
Spalte Löschen Markierungsfelder
Die Felder können nur eingegeben werden, wenn im Anwahlfenster das Löschen oder die Anzeige zu löschender Dateien markiert wurde. Zur Bedeutung des Felds siehe Beschreibung von "Spalte Löschverursacher".
Beispiel (zum Verständnis, nicht zur Nachahmung!)
Als Löschverursacher wird die Datei 28 (Teilestamm AEF) markiert und als zu Löschen werden alle Dateien in der Löschen-Spalte (außer Datei 28) markiert. Falls nun zu einem Teilestamm ein Satz in Datei 28 fehlt, werden die zugehörigen Datensätze zu diesem Teil aus den markierten Dateien gelöscht, auch der Teilestamm selbst, sofern das Feld «Leitdatei» markiert ist.
Koppelungen am Beispiel von Datei 6 (Teilestamm)
Mehrere zu prüfende Koppelungen stehen zur Auswahl. Für jede Koppelung können Sonderbehandlungen erforderlich sein, die im Folgenden besonders erwähnt werden. Wird im Eingangsbildschirm eine andere Datei ausgewählt, stehen hier entsprechend die möglichen Koppeldateien dieser Datei.
Für die Teilestammdatei ist unter anderem die Überprüfung der nachfolgend beschriebenen Koppeldateien sinnvoll:
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Lieferantenstamm
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Zu jedem in dem Feld «Lieferant» in der Teilestammdatei (Programm 111 Teilestamm bearbeiten) angegebenem Lieferanten sollte entsprechend ein Stammsatz in der Lieferantenstammdatei (Programm 711 Lieferantenstamm bearbeiten) angelegt sein.
Sonderbehandlung:
Wurde in der Teilestammdatei in das Feld «Lieferant» kein Lieferant eingetragen (Feld ist mit Leerzeichen gefüllt), soll nicht nach einem Koppelsatz im Lieferantenstamm gesucht werden.
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Teilestamm-MWI
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Zu jedem angelegten Teil in der Teilestammdatei (Programm 111 Teilestamm bearbeiten) soll ein entsprechender Materialwirtschaftssatz angelegt sein (Datei 27, TSS-MWI). Dieser wird in demselben Programm erfasst und enthält wichtige Daten, wie zum Beispiel die Lagernummer.
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Teilestamm-AEF
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Zu jedem angelegten Teil in der Teilestammdatei (Programm 111 Teilestamm bearbeiten) soll ein Verkaufsdatensatz angelegt sein (Datei 28, TSS-AEF). Dieser wird in demselben Programm erfasst.
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Der Anwender kann auswählen, über welche der möglichen Koppeldateien eine Konsistenzprüfung stattfinden soll. Soll eine Koppeldatei in die Prüfung miteinbezogen werden, ist das Feld zu markieren. Soll eine Koppeldatei in die Prüfung ausgeschlossen werden, wird die Markierung gelöscht. Die Vorbelegung der Markierungen erfolgt über die Konfigurationsparameter.
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Beschreibung der Ausgabe
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Die Druckausgabe ist bei Aufruf des Programms aktiv und die Ergebnisse der Konsistenzprüfung werden auf einer Liste ausgegeben. Durch eine Änderung der Drucksteuertabelle können auch weitere Felder ausgegeben werden.
Im Allgemeinen werden alle Schlüsselfelder aus der Leitdatei und die für die Koppelungen notwendigen Felder angezeigt. Auch mehrere Ausgaben sind möglich.
Spalte "Fehlende Datensätze": Hier wird bei fehlenden Datensätzen der Datei-Index und die Bezeichnung der Koppeldatei angezeigt. In jeder Koppeldatei kann ein Koppelsatz zu einem Datensatz der Leitdatei fehlen. Es können also mehrere Koppelsätze pro Datensatz aus der Leitdatei fehlen. Jede fehlende Koppelung wird dann in einer eigenen Zeile angezeigt. Falls Sätze gelöscht werden bzw. die Löschbarkeit angezeigt werden soll, wird je Datei, aus der gelöscht wird, eine entsprechende Zeile ausgegeben.
Am Ende der Liste wird angegeben, wie viele Datensätze aus der Leitdatei (zum Beispiel aus der Teilestammdatei) überprüft wurden.
Da wie beschrieben mehrere Koppelsätze pro Datensatz aus der Leitdatei fehlen können, wird am Ende des Ausdrucks aufgeschlüsselt, wie viele Datensätze der Leitdatei (Teilestammdatei) inkonsistent waren und wie viele Koppelungen insgesamt vermisst wurden.
Entweder sollten inkonsistente Datensätze gelöscht oder fehlende Koppelsätze angelegt werden. Deshalb ist es empfehlenswert, grundsätzlich einen Ausdruck als Arbeitsgrundlage zu erstellen.