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1.3 Arbeitsweise, verwendete Dateien
Folgende Dateien sind für die Funktion des Programms wichtig und werden im Detail in eigenen Kapiteln beschrieben:
  • Übergabedatei (Default ist EDI.INF)        
    In dieser Datei stehen die eigentlichen Kundenauftragsdaten zur Übernahme. Also z.B. die Kundenummer, die Auftragsnummer, die Menge usw.
  • Erkennungsdatei (Default ist ERKENN.INF)        
    Die Erkennungsdaten dienen zur Analyse der Übergabedaten, um die verschiedenen Satzarten erkennen zu können. Nur was hier definiert ist, wird aus der Steuerdatei (s.u.) ausgewertet, abhängig von den Daten aus der Übergabedatei. Zu diesem Zweck können in der Erkennungsdatei verschiedene Satzarten definiert werden. Für alle Satzarten müssen in der Steuerdatei Informationen hinterlegt sein. Die Zuordnung eines Blocks in der Steuerdatei (MOVE.INF) je Satzart erfolgt in der Erkennungsdatei. Bei dieser Blocknummer beginnt die Abarbeitung mittels der Steuerdatei.
    Anhand der Erkennungsdaten analysiert das Programm die Übergabedatei zeilenweise. Das Programm versucht, eine der definierten Satzarten in der Übergabedatei zu erkennen. Eine Zeile der Übergabedatei kann auch mehrere Satzarten enthalten, z.B. kann aus einem Satz der Übergabedatei ein Kundenauftragskopf, eine Kundenauftragsposition (K-Zeile) und eine Textzeile generiert werden. Ermittelt die Analyse keine gültige Satzart, so wird dies als Fehler gemeldet. Andernfalls wird die Steuerdatei nach Informationen für diese Satzart durchsucht und abgearbeitet. Daraufhin wird die Zeile erneut analysiert, ob weitere Satzarten erkannt werden. Ergibt die Analyse eine weitere Satzart, wird dieser bearbeitet. Erst wenn keine weitere Satzart mehr erkannt wird, wird die nächste Zeile aus der Übergabedatei gelesen.
  • Steuerdatei  (Default ist MOVE.INF)       
    Enthält für jede in der Erkennungsdatei definierte Satzart Steuerinformationen darüber, wie die Daten der Zeile verarbeitet werden sollen, also welche Datensätze wie gefüllt werden müssen.
    Die Steuerdatei ist in einzelne Blöcke unterteilt. Innerhalb derselben Blocknummer werden die Zeilen sequentiell abgearbeitet. Ein Blockwechsel erfolgt niemals automatisch, sondern muss per Sprung angegeben werden. Ansonsten wird bei Blockwechsel die nächste Zeile aus der Übergabedatei (EDI.INF) verarbeitet.
    Neben dem einfachem Füllen mit Werten aus der Übergabedatei gibt es eine ganze Reihe von Sonderbehandlungen. Diese ermöglichen u.a. Berechnungen, Lesen von weiteren Datensätzen, und Schreiben der Datensätze. In der Regel beziehen sich Fehlermeldungen direkt auf eine Sonderbehandlung.       
    Eventuelle Fehler werden nur in schwerwiegenden Fällen direkt gemeldet, und ansonsten durch eigene Sonderbehandlungen (08x) ausgewertet.
  • Generierungsprotokoll  (Default ist EDI-GEN.LOG)         
    In dieser Datei werden alle durch AUF448 neu generierten Datensätze protokolliert.
  • Fehlerprotokoll (Default ist EDI-FEHL.LOG)        
    Wenn im Echtlauf Fehler auftreten, so werden diese hier protokolliert.
  • Tabellendatei (Default ist AUF448.TAB)  
    Über Tabellen können Werte, die vom Kunden geliefert werden, in infra-Werte umgewandelt werden, z.B. übermittelt der Kunde seine eigenen Mengeneinheiten wie Stück (Umwandlung in St).
  • Wiederholdatei (Default ist EDI-FALS.LOG)        
    Es ist möglich, fehlerhafte Übergabesätze in einer eigenen Datei abzustellen (gleicher Aufbau wie die Übergabedatei). Die Wiederholdatei kann später direkt wieder eingelesen werden (als Übergabedatei angeben). Der Name dieser Datei ist nicht eingebbar, sondern nur über Parameter zu ändern (s. Aufbau Parameter P448prot).
  • Sicherungsdatei laut INI-Einstellung „SichDatei“ in Sektion [AUF448]       
    Im Echtlauf und bei aktivierter Markierung «Übergabedatei löschen» wird vor dem Start die Übergabedatei ins angegebene Verzeichnis kopiert.