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1 Allgemeines
Das Programm ermittelt anhand der Rückmeldesätze eines Fertigungsauftrages dessen Kosten, sowie die geplanten SOLL-Kosten dazu. Diese Kosten werden einander gegenübergestellt und jeweils die Differenz ausgewiesen. Je nach Kalkulationsschema werden Zuschlagsätze aus der Schemadatei herangezogen. Die Nachkalkulation der Aufträge kann sortiert nach Auftrag, Teilenummer oder Projekt erfolgen.
Die Kalkulation einzelner Fertigungsaufträge erfolgt über den Materialeinsatz (M-Zeilen + K-Zeilen zu Material), den Arbeitseinsatz (A-Zeilen + K-Zeilen zu Arbeitsgang) und den ungeplanten Kosten (neutrale K-Zeile). Die Summe aus dem Materialeinsatz und den zugehörigen Zuschlägen (MGK) ergibt die Materialkosten, die Summe aus dem Arbeitseinsatz und den zugehörigen Zuschlägen (Zuschläge auf FEK) die Fertigungskosten. Die ungeplanten Kosten werden als neutrale Kosten auf die Herstellkosten I dazugerechnet. Die Kalkulation erfolgt nach dem folgenden Grundschema:
            Materialeinzelkosten
+          Materialgemeinkosten
-----------------------------
=          Materialkosten
            Fertigungseinzelkosten (FEK)
+          Zuschläge auf FEK
-----------------------------
=          Fertigungskosten
            Materialkosten 
+          Fertigungskosten
-----------------------------
=          Herstellkosten I  (HKI)
+          Zuschläge auf HK I
+          neutrale Kosten
-----------------------------
=          Zwischensumme     (ZWI)
+          Zuschläge vor HK II
-----------------------------
=          Herstellkosten II (HKII)
+          Zuschläge auf HK II
-----------------------------
=          Selbstkosten      (SEK)
+          Zuschläge auf SEK
----------------------------------------
=          Kalkulierte Kosten  (hieraus ergibt sich ein kalkulierter Preis je PE ME)
Im Optionenfenster können mehrere verschiedene Optionen eingestellt werden:
  • fixe MGK/FGK berücksichtigen J/N
  • variable MGK/FGK berücksichtigen J/N
  • Einzelrückmeldungen ausgeben: J = Einzelrückmeldungen und Personalzeilen werden ausgegeben sofern Einzelrückmeldungen in SYS936 konfiguriert ist. N = Mastersätze werden ausgegeben (kein Personal); (bei Auftragsrückmeldungen und bei E-Zeilen erscheinen immer nur Masterzeilen)
  • Detaillierungsgrad der Liste (1, 2 oder 3)
  • Schemasätze ausweisen J/N
  • SOLL-IST-Differenz: entweder prozentual oder absolut ausgeben
Sollwerte werden nur bei einer Masterzeile oder bei der ersten Einzelrückmeldung zu einer Position ausgegeben
Stichworte zur Applikation MEYER
  • Variable Material- und Fertigungsgemeinkosten aus der Schemadatei werden ignoriert.
  • Fertigungsgemeinkosten für Baukästen müssen als 'Zuschlag auf FEK' in der Schemadatei hinterlegt werden.
  • Alle Zuschläge (MGK, FGK und 'Zuschläge auf FEK') sollten prozentual und nicht absolut angegeben werden, da sonst die Interpretierbarkeit der Listenausdrucke leidet.
  • Weitere Zuschläge (Schemasatztypen F - I) werden in dieser Applikation nicht berücksichtigt.
  • Rüstlohnsätze aus dem Produktionsmittelstamm werden ignoriert.
  • Rüstzeiten werden bei der Lohnkostenberechnung ignoriert, es sei denn, im Modul 937 wurde konfiguriert, dass Rüstzeiten als Ausführungszeiten betrachtet werden.
  • Im Modul SYS937 kann jetzt auch der Einkaufspreis als Vorbelegungspreis für die Materialzeilen im Fertigungsauftrag eingegeben werden. Sollte bei einem Teil, welches nicht Einkaufsteil ist, der Einkaufspreis gleich NULL sein, so wird mit dem Verrechnungspreis vorbelegt.
  • Die Nachkalkulation nach Projekt bedarf der Eingabe des übergeordneten Auftrages für das Projekt.
  • Variable Maschinenstundensätze werden nicht ausgewertet. Fixe Maschinenstundensätze werden für die Berechnung der Maschinenkosten herangezogen.
  • Die Lohnkosten werden aus den rückgemeldeten Personalzeiten und den Lohnstundensätzen aus dem Produktionsmittelstamm errechnet.
  • Personalzeilen mit den zugehörigen Zeiten und Kosten werden nur ausgewiesen, wenn "Einzelrückmeldungen = J" eingegeben wurde.
  • Wird bei Ermittlung des Preises über ein Preisfindungsschema kein zutreffendes Schema (Kennung "B") gefunden, so werden die Standardwerte aus SYS937 zur Preisermittlung herangezogen. Ist der über ein Preisschema gefundene Preis gleich NULL, so wird der Preis aus der zugehörigen Rückmeldung zur Berechnung herangezogen.
  • Bei der Preisübergabe in VNK634 wird der Nettopreis und der ermittelte Zuschlag im Teilestamm abgestellt.
  • Die Detaillierungsgrade 1, 2 und 3 bei der Listausgabe sind identisch und entsprechen nicht dem Standard.
  • Im Modul VNK632 werden die errechneten Netto- und Bruttokosten, sowie die Nettostückkosten (=Preis) ausgewiesen.