1 Besonderheiten
Schnittstelle zu Hydra siehe Hydra.pdf (Doku\Public\Entwick\SCHNITT\700\Bde-SS).
Bei der Freigabe je Auftrag wird folgendermaßen vorgegangen:
Es wird ein F-Kopf gelesen und nach erfolgreicher Selektion wird für alle M-Zeilen dieses Auftrages die Materialverfügbarkeit geprüft. Dabei wird unterschieden, nach welchen Kriterien geprüft werden soll.
  • Prüfung gegen Lagerbestand
  • Prüfung gegen dispositiven Bestand
  • Prüfung gegen Bezug aus Kennzeichen woher, AufNr, PosNr, UposNr in FA-POS (Feld 100,92,110,101)
Bei der Prüfung gegen Lagerbestand werden Sätze die in einer Periode liegen (lt. GBrest$,104,1) gleichbehandelt. Die Verfügbarkeit wird errechnet, indem vom Lagerbestand alle reservierten Bestände, deren Endtermin vor dem Endtermin des zu prüfenden Satzes liegt, abgezogen werden. Die Berücksichtigung der reservierten Bestände kann ausgeschlossen werden. Weiterhin werden alle Bestände, die in der gleichen Periode reserviert sind, ebenfalls vom Lagerbestand abgezogen, aber darüber hinaus werden die Bestände die in die gleiche Periode fallen extra ausgewiesen.
Bei der Prüfung gegen einen Bezug wird versucht, den Verweissatz (lt. Kennung woher, Auftragsnummer, Positionsnummer und Unterpositionsnummer im Materialsatz) zu lesen. Ist das Lesen nicht erfolgreich, so wird die Verfügbarkeit als gut angesehen, da der Bezugssatz evtl. bereits gelöscht wurde. Ist das Lesen erfolgreich, so wird geprüft, ob die bereits gelieferte Menge ausreicht, den Bedarf zu decken. Ein erledigter Bezug bewirkt ebenfalls die Freigabe, unabhängig von der gelieferten Menge. Wird im Mischlauf geprüft, d.h. einige Positionen haben keinen Bezug, so wird das Ergebnis verfälscht, da die Mengen der Materialpositionen die gegen Bezug geprüft werden, nicht vom Lagerbestand abgezogen werden und somit zweimal gerechnet werden.
Bei der Prüfung gegen den dispositiven Bestand werden die Dispositionen die in den gleichen Zeitraum liegen, der mit GBrest$,104,1 definiert ist, gleichbehandelt. Die Bestandsfelder (erf$,388,xx - erf$,436,xx) werden nur bei der Prüfung gegen den disp. Bestand versorgt.
War die Verfügbarkeitsprüfung negativ, so wird geprüft, ob die fehlende Menge in dem verbleibenden Zeitraum beschafft werden kann (Spalte B). Wurde für eine Materialzeile ein Fehlbestand ermittelt, und das Material ist nicht mehr beschaffbar und die M-Zeile ist bereits freigegeben, so wird dies extra in der Ausgabe durch einen "*" gekennzeichnet.
Ist ein Auftrag bereits freigegeben und es wurde eine weitere M-Zeile hinzugefügt, so wird die M-Zeile nicht freigegeben, sofern für eine Materialzeile ein Fehlbestand ermittelt wird.
Eine Freigabe kann jederzeit erfolgen, auch wenn Fehlteile vorhanden sind, sobald auf die Verfügbarkeitsprüfung verzichtet wird.
Es werden nur M-Zeilen, A-Zeilen (bei Freigabe je Auftrag) und eigenständige T-Zeilen bearbeitet (-> ggf. auf Status 30 gesetzt).