2.3 Ablauf bei Hauswährung
Die umzustellenden Felder je Datei werden aus der Steuerdatei SIBEURO.STE im Protokollverzeichnis ausgelesen. Auftretende Fehler werden in der Protokolldatei SIBEURO.LOG im Protokollverzeichnis abgelegt und sind mit „****“ besonders gekennzeichnet. Der Konvertierungsstatus je Datei wird in SIBEURO.TAB im Protokollverzeichnis protokolliert.
Die Dateien 43, 44, 118 und 119 werden explizit vom Hauswährungslauf ausgeschlossen, auch wenn in der Steuerdatei Angaben zu den Dateien stehen.
Dies gilt auch für die Währungsfelder im Kundenstamm (Datei 41, Feld 37 und 108) und im Lieferantenstamm (Datei 100, Feld 59 und 102) sowie die Zu-/Abschlagsfelder im Lieferantenstamm (Datei 100, Feld 53 und 54).
Die Zu-/Abschlagsfelder (Feld 43 und 44 bzw. 25 und 26) in Datei 110 werden nur konvertiert, wenn es sich um Beträge handelt. Dies wird über die zugehörigen Kennungen in Feld 19 bzw. 18 ermittelt.
Die Zu-/Abschlagsfelder (Feld 39-42) in Datei 122 werden nur konvertiert, wenn es sich um Beträge handelt. Dies wird über den zugehörigen Zu-/Abschlagstyp aus der INI-Datei ermittelt (siehe Sektion [PRICE], ZuAB-...).
Die Datei 44 wird gesondert behandelt (s. u.).
Die Datei 43 kann nur über Kundenumstellung konvertiert werden.
Bei den Feldern 34 und 35 in Datei 68 wird nur umgerechnet, wenn dort tatsächlich ein Wert steht. Je nach Feld 33 können in den Feldern auch Prozentangaben stehen.
Die Dateien 118 und 119 können nur über die Lieferantenumrechnung konvertiert werden.
Die umzustellenden Felder in Datei 31 (Lieferkonditionen) sind fest programmiert und die Angaben in der Steuerdatei (die aber vorhanden sein müssen) werden nicht ausgewertet.
Ein Abbruch kann zwar jederzeit veranlasst werden, es wird aber immer die komplette Datei bis zum Ende bearbeitet.
Falls bei der Umstellung Fehler auftreten, ist im Normalfall eine Rücksicherung unumgänglich. Nur der sehr erfahrene Systembetreuer sollte einzelne Dateien rücksichern, ggf. reorganisieren und dann gezielt nochmals ab dieser Datei konvertieren. Einzelne Formatfehler in Feldern können je nach Anzahl auch manuell korrigiert werden. Im allgemeinen dürften solche Fehler nur auftreten, wenn die ursprüngliche Landeswährung im Vergleich zum Euro einen Kurs kleiner 1 aufweist.
ACHTUNG:
Dateien, die in Datei SIBEURO.TAB als konvertiert gekennzeichnet sind (Status 2, 3 und 4) werden nicht nochmals konvertiert!
Ablauf:
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Die gesamte Datenbank wird im Echtlauf gesperrt
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Falls Rechnungsausgänge geprüft werden (Markierungsfeld), meldet das Programm beim ersten Rechnungsausgangssatz, der eine Schnittstellen noch nicht versorgt hat, einen Fehler und bricht ab wenn entweder je Schnittstelle ein Fehler auftritt oder die Datei bis zum Ende geprüft wurde. Die zu prüfenden Schnittstellen werden analog zu AUF479 beim Löschen der Rechnungsausgangssätze geprüft (s. Parameter P479). Wer also z.B. die Statistik noch nicht übergeben hat in 479 und dennoch konvertieren will, muss vorübergehend den Parameter P479 ändern (gefährlich ! Nach Umstellung wieder zurückändern !).
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Jede Datei wird laut Steuerdatei Satz für Satz gelesen, konvertiert und im Echtlauf aktualisiert. Dabei gilt folgendes Prinzip:
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Felder in Landeswährung werden in EURO umgerechnet.
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Falls bereits eine Fremdwährung, z.B. in Auftragspositionen, eingetragen ist, wird der Kurs im Verhältnis zur neuen Währung Euro verändert und die Fremdwährungsfelder bleiben unverändert.
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Über geeignete Steuerdateien können auch Aufträge in Hauswährung (z.B. DM) oder Eurowährung (z.B. Lire) komplett auf Euro umgestellt werden. Dazu muss bei einigen Dateien und einigen Feldern eine Ersetzung der Feldtypen in der Steuerdatei vorgenommen werden (siehe Feldtypen K1 anstelle von K, W3 anstelle von W2 und EU anstelle von P bzw. V).
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Falls Aufträge ohne Fremdwährung auftauchen, wird als Fremdwährung die alte Hauswährung (z.B. DM bzw. der neu angegebene Währungsschlüssel für die alte Hauswährung) eingetragen und als Kurs der entsprechende Eurokurs.
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Über geeignete Steuerdateien können auch die Aufträge in Hauswährung (z.B. DM) bzw. in einer anderen Eurowährung (z.B. Lire) komplett auf Euro umgestellt werden. Dazu muss bei einigen Dateien und einigen Feldern eine Ersetzung der Feldtypen in der Steuerdatei vorgenommen werden (siehe Feldtypen K1 anstelle von K, W3 anstelle von W2 und EU anstelle von P bzw. V). Eine Steuerdatei SIBEURO.EUR zum Einspielen als SIBEURO.STE wird ausgeliefert.
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Über bestimmte Steuerdateieinträge („W3“ und „EU“), s.u., kann aus einer EURO-Währung auch EUR werden und die zugehörigen Felder werden dann in EUR umgerechnet, z.B. bei Datei Prozess-Steuerung (122).
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Währungsdatei richtenDieser Vorgang erfolgt nur, wenn keine fehlerhaften Dateien entdeckt wurden (s. Status 6 = Dateizugriffsfehler in Datei SIBEURO.TAB), keine noch nicht konvertierten Dateien vorhanden sind (Status 1 in SIBEURO.TAB) und im Selektionsschirm die Währungsumstellung selektiert wurde. Falls der Status für die Währungsdatei in SIBEURO.TAB auf 2,3,4 oder 6 steht wird auch nicht konvertiert.
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Euro wird als Hauswährung in die Datei KO.DAT eingetragen
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Währungen werden in Datei 44 aktualisiert (Kursumrechnung, neue Felder)
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Euro-Währungen aus INI-Datei werden in Datei 44 ggf. neu angelegt, falls noch nicht vorhanden. Dazu gehört auch die evtl. neue Währungskennung für die alte Landeswährung (z.B. aus DM wird ggf. DEM)
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Ein ggf. vorhandener Euro-Satz (z.B. für DM in Euro) in der Währungsdatei wird gelöscht