2 Terminierungsarten
Grundsätzlich gilt:
  • Übergangszeiten, die als Arbeitszeit gekennzeichnet sind, werden ohne Berücksichtigung der Angaben in der Maschine (Zeitmodell, Kapazität) gerechnet. Es wird also auch keine maximale Kapazität berücksichtigt.
  • Überlappungsangaben in V-Zeile oder A-Zeile sind immer Arbeitszeiten. Es gelten die Angaben aus der Maschine, also Zeitmodell und Kapazitätsangaben. Auch maximale Kapazitäten werden berücksichtigt, falls selektiert.
  • Bei Terminierung mit Abgleich werden Übergangszeiten oder Überlappungsangaben grundsätzlich OHNE Abgleich eingeplant.
  • Falls V-Zeilen auf eine Position verweisen gelten die "Überlappungsangaben" aus diesen Zeilen. Übergangszeiten oder Angaben in A-Zeile zu Überlappungen werden ignoriert (siehe Bemerkungen zu V-Zeilen weiter unten).
  • Falls "Überlappungsangaben" in der A-Zeile existieren, werden die Übergangszeiten ignoriert.
  • Es wird immer mit FSZ bzw. SEZ aus Kopf mit der Terminierung begonnen. Bei Endtermin "999999" wird statt rückwärts immer vorwärts terminiert (Terminierungsart 1). Liegt bei Vorwärtsterminierung der Starttermin vor dem Tagesdatum, wird ab dem Starttermin begonnen, die Kopftermine bleiben aber.
  • Nach der Terminierung der Arbeitsgänge werden alle M- und E-Zeilen mit den Terminen aus dem Kopf bzw. aus übergeordneten Zeilen (bei Materialzeilen) versorgt (U2u5). Beim Material wird der Plantermin unter Berücksichtigung der Vorlaufzeit übernommen.
  • Ecktermine im Kopf werden nur überschrieben, falls konfiguriert. Bei Überschreitung aber immer. Konflikte zwischen frühest/spätest-Terminen im AG werden gemeldet und korrigiert. Möglich z.B. wegen Übergangszeiten, die nicht als Arbeitszeit gelten und bei Abgleich, falls zwischendurch Änderungen im Auftragsbestand durchgeführt wurden.
  • VORWÄRTS -     Ein Lauf, alle Termine gleich
  • RÜCKWÄRTS -   Ein Lauf, alle Termine gleich
  • WIE 1 ODER 2, je nach Auftragskopf (welcher Termin ist Ecktermin ?)
  • VORWÄRTS UND RÜCKWÄRTS, danach evtl. Abgleich
    1. Lauf         Vorwärts.
    Eintrag im Arbeitsgang: Frühester Start und frühestes Ende. Im Kopf frühestes Ende. Kein Abgleich.
    Falls Start als Ecktermin: ggf. mit Kapazitätsprüfung, Plantermine in Arbeitsdatei und Belastungsfaktoren in FA-POS werden eingetragen, ebenso Plantermine im Kopf. Falls aber Abgleich (3. Lauf) vorgesehen, hier keine Prüfung und keine Belastungsfaktoren eintragen.
    2. Lauf         Rückwärts.
    Eintrag im Arbeitsgang: Spätester Start und spätestes Ende. Im Kopf spätester Start. Kein Abgleich.
    Falls Ende als Ecktermin: ggf. mit Kapazitätsprüfung, Plantermine in Arbeitsdatei und Belastungsfaktoren in FA-POS werden eingetragen, ebenso Plantermine im Kopf. Falls aber Abgleich (3. Lauf) vorgesehen, hier keine Prüfung und keine Belastungsfaktoren eintragen.
    3. Lauf         Vorwärts.
    Nur falls mit Abgleich. Plantermine eintragen. Falls diese nicht zwischen frühest und spätest liegen, bleiben die im ersten oder zweiten Lauf eingetragenen Plantermine erhalten. Die Belastungsfaktoren in FA-POS werden eingetragen.
  • VORWÄRTS UND ANSCHLIESSEND DEHNEN auf Bereich FSZ bis SEZ
    Arbeitszeit immer laut Standardzeitmodell aus Programmparameter oder falls dort nichts angegeben laut Standardarbeitszeit aus 936 usw. ermitteln.
    Gedehnt werden nur die Arbeitsgangdauerangaben, keine Übergangszeiten oder Überlappungen
    1. Lauf         Vorwärts.
    Keine Einträge in Kopf, alle Termine außer Plan im Arbeitsgang versorgen. Kein Abgleich, keine Prüfung, keine Belastungsfaktoren eintragen. Keine maximale Belastung berücksichtigen. Es wird die Summe aller Übergangszeiten, auch aus "Überlappungsangaben" bezogen aufs Ende ermittelt.
    Faktor: Siehe U2u3. Arbeitszeit bis zum ermittelten Auftragsende rechnen. Summe der Übergangszeiten (s.o.) abziehen. Es ergibt sich die tatsächliche Arbeitszeit ohne Überlappungen. Bei Verknüpfungen oder Übergangszeiten, die nicht als Arbeitszeit gelten, können "Fehler" auftreten. Aus dem ermittelten Auftragsende und dem spätest möglichen Auftragsende ergibt sich die freie Arbeitszeit. Das Verhältnis der zwei ermittelten Arbeitsdauern ergibt den Faktor, um den die im Arbeitsgang angegebenen Dauern gestreckt werden müssen.
    2. Lauf         Vorwärts.
    Wie immer, aber alle Arbeitsgangdauern werden gedehnt. Die Kopftermine werden eingetragen, wobei FSZ und SEZ unverändert bleiben. Alle Termine im Arbeitsgang werden versorgt, die Plantermine werden mit FSZ und FSZ+Dauer ungedehnt versorgt. Die Belastungsfaktoren in FA-POS werden eingetragen. Ggf. wird eine Kapazitätsprüfung durchgeführt.
  • RÜCKWÄRTS UND ANSCHLIESSEND DEHNEN auf Bereich FSZ bis SEZ
    Analog zu vorwärts. Umstritten die Planterminvergabe am Ende des gedehnten Zeitraumes.
  • WIE 5 ODER 6, je nach Auftragskopf (welcher Termin ist Ecktermin?)
  • VORWÄRTS, einmal ohne VARIABLE ÜBERGANGSZEIT, einmal mit
    Grundsätzlich ohne Abgleich.
    1. Lauf         Vorwärts.
    Frühesten Start, frühestes Ende und Plantermine im Arbeitsgang versorgen. Im Kopf Starttermine gleichsetzen, frühestes und geplantes Ende eintragen. Keine variablen Übergangszeiten berücksichtigen.
    2. Lauf         Vorwärts.
    Spätesttermine versorgen, im Kopf spätestes Ende. Variable Übergangszeit berücksichtigen. Belastungsfaktoren in FA-POS eintragen. Ggf. Kapazitätsprüfung.
  • RÜCKWÄRTS, einmal ohne VARIABLE ÜBERGANGSZEIT, einmal mit
    Analog zu Terminierungsart 8.
  • WIE 8 ODER 9, je nach Auftragskopf (welcher Termin ist Ecktermin?)