9921.10 Listenabschluss beschreiben
Durch Eingabe der Menükennziffer "3" im Listengenerator Definitionsmenü wird der Programmpunkt zur Beschreibung des Listenabschlusses aufgerufen. Der Listenabschluss wird auf einer Liste ausgegeben, wenn keine druckbaren Datensätze mehr gefunden wurden. Die Definition der Abschlussfelder geschieht analog zur Beschreibung der Listenzeilen.
Maximal 30 Abschlussfelder können definiert werden.

Abbildung: Listenabschluss beschreiben
Im Listenabschluss können neben den bisher bekannten Listenfeldern zusätzliche Statistik- oder Summenfelder definiert werden, die unabhängig von einer Rechenregel sind. Maximal 8 solcher Statistikfelder dürfen im Listenabschluss verwendet werden. Bei mehr als 8 Feldern wird bei der Listengenerierung ein Fehler gemeldet.
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Beschreibung der Bildschirmfelder
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A (Aktionsspalte)
Eingabe einer Zeilenoperation. Zulässige Eingaben sind
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L
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Löschen der aktuellen Rollzeile nach einer Sicherheitsabfrage
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H
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Hinzufügen weiterer Rollzeilen
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" "
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Keine Aktion, bearbeiten der aktuellen Rollzeile
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Art
Über dieses Eingabefeld wird der Typ des aktuellen Abschlussfelds bestimmt. Je nach Art werden bei der Bearbeitung des Abschlussfelds verschiedene Eingaben erwartet. Gültige Feldarten sind:
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1
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Feld aus einem Datensatz einer Datei
Über die folgende Angabe von Datei- und Feld-Index wird ein Feld identifiziert, welches an der aktuellen Stelle im Listenabschluss ausgegeben wird. Dieses Feld kann sowohl aus einem Datensatz der Leitdatei als auch aus einer Koppeldatei stammen. Der Inhalt des Felds stammt aus dem jeweils letzten gültigen Datensatz der beim Druck verarbeiteten Datensätze.
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2
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Textfeld oder Textbaustein
Sollen feste Texte oder Texte aus einer externen ASCII-Datei im Listenabschluss ausgegeben werden, so ist diese Feldart dafür vorgesehen. Die Eingabe eines Datei- oder Feld-Indexes entfällt hierbei. Im Listenabschluss kann nur ein einziger Textbaustein verwendet werden. Alle weiteren werden beim Druck ignoriert.
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3
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Ergebnisfeld, Gruppensummenfeld oder Konstante aus der Rechenregel
Felder dieser Art werden in der Rechenregel definiert (Kapitel "Rechenregeln definieren") und werden über eine Nummer angesprochen. Die Nummer gibt dabei Auskunft über den Typ des Rechenfelds. Rechenfelder, die mit einem "E" beginnen sind Ergebnisfelder, Gruppensummenfelder beginnen mit einem "S" und Rechenfelder, die ein "K" als ersten Buchstaben besitzen, sind Konstanten (eine genaue Beschreibung dieser Rechenfelder finden Sie in Kapitel 9921.19 Rechenregeln definieren).
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4
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Durchschnittswert
Für ein bestimmtes Feld bzw. eine bestimmte Listenspalte, kann der Durchschnitt über die gesamte Liste ermittelt werden. Das durch Datei- und Feld-Index identifizierte Feld wird aus jedem gültigen Datensatz gelesen und der Durchschnittswert beim Druckabschluss ermittelt.
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5
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Summenfeld
Analog zum Durchschnittswert wird ein Feld identifiziert, über das eine Summe für die gesamte Liste gebildet wird.
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6
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Maximum
Analog zum Durchschnittswert wird das Maximum eines Felds für die gesamte Liste ermittelt.
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7
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Minimum
Das Minimum eines identifizierten Felds kann ebenfalls ermittelt werden..
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8
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Anzahl gedruckter Sätze
Diese Art von Abschlussfeld stellt die Anzahl der gedruckten Datensätze für die Ausgabe im Listenabschluss zur Verfügung.
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9
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Füllzeichen
Diese Feldart ist für Linien oder Wiederholungen beliebiger Zeichen gedacht.
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Datei
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Art 1
und 4 - 7
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Hier wird der Index der Datei angegeben, aus der ein Feld als Abschluss- bzw. Statistikfeld ausgegeben werden soll. Erlaubt sind dabei alle Indizes der definierten infra-Dateien. Wird ein Index ungleich der Leitdatei eingegeben, so öffnet sich ein Fenster zur Beschreibung bzw. Bestätigung der Dateikoppelung. Im Modus Ändern kann zum Übertasten der Felder die TAB-Taste benutzt werden. Dieses Fenster wird in Kapitel 99.21.16 Koppelungen bearbeiten beschrieben. Datei-Indizes von Koppeldateien werden mit einem Stern gekennzeichnet.
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Die Auskunft <F4> hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Datei-Indexes.
Feld
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Art 1
und 4 - 7
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Index des Felds aus der angegebenen Datei, welches als Abschluss- bzw. Statistikfeld definiert werden soll. Die jeweilige Feldbezeichnung wird aus der Datenbank vorbelegt.
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bei Art 3
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Nummer des Ergebnisfelds, des Gruppensummenfelds oder der Konstanten aus der Rechenregel zur Ausgabe als Abschlussfeld. Es sind nur Ergebnisfelder (Nummer "E.."), Gruppensummenfelder (Nummer "S..") und Konstanten (Nummer "K..") zulässig (die verschiedenen Rechenfeldtypen werden in Kapitel "Rechenregeln definieren" beschrieben).
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Die Auskunft <F4> hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Feld-Indexes bzw. der richtigen Rechenfeldnummer.
Feldbezeichnung/Text
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Art 1
und 3 - 8
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Für Felder aus Datensätzen bzw. Dateien, Statistikfelder oder Felder aus der Rechenregel kann hier eine Bezeichnung, die später vor dem Ausgabefeld als Feldtitel gedruckt wird, angegeben werden.
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bei Art 2
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Für reine Textfelder wird hier der zu druckende Text oder der Dateiname einer Textbausteindatei (nächste Seite) angegeben.
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bei Art 9
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An dieser Stelle wird das zu druckende Füllzeichen angegeben.
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Textbausteine aus externen ASCII-Dateien
Ist die Ausgabe eines ASCII-Textbausteins erwünscht, so wird im Feld «Feldbezeichnung/Text» bei Feldart "2" der Dateiname der einzubindenden Textdatei mit einem vorangestellten $ angegeben (z.B. "$C:\TEXTE\TEXT02.TXT"). Im Listenabschluss ist nur ein Textbaustein verwendbar. Mehrzeilige Textbausteine werden in die Abschlusszeilen eingebettet und setzen sich in den Folgezeilen des Listenabschlusses fort. Enthält ein Textbaustein mehr Zeilen als der Listenabschluss, in den er eingebettet ist, so werden alle zusätzlichen Textbaustein-Zeilen nach der letzten Zeile des Listenabschlusses gedruckt (Beispiel 9921.08 Listenzeile beschreiben).
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Beschreibung der Bildschirmfelder
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Länge Text
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Art 1
und 3 - 8
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Dieser Wert gibt die Länge der zu druckenden Feldbezeichnung an. Die Eingabe muss dabei mindestens so groß wie die Anzahl der Zeichen in der Feldbezeichnung sein. Größere Werte erhöhen den Abstand zwischen Feldbezeichnung und Ausgabefeld.
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bei Art 2
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Dieser Wert gibt die Länge des zu druckenden Textfelds bzw. Textbausteins an. Bei reinen Textfeldern muss die Eingabe mindestens so groß wie die Anzahl der Zeichen im auszugebenden Text sein.
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bei Art 9
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Dieser Wert gibt die Anzahl der Wiederholungen für das gewünschte Füllzeichen an (z.B. die Länge einer Linie).
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PIS
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Art 1
und 4 - 7
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Position im Datensatz der angegebenen Datei. Dieser Wert wird vom Listengenerator aus der infra-Datenbank vorbelegt. Er wird vom Listengenerator und von der infra-Datenbank benutzt, um ein Datenfeld im Datensatz der jeweiligen Datei wiederzufinden. Da Sie diesen Wert in der Regel nicht verändern werden, wird das Eingabefeld zunächst übersprungen. Es kann mit <TAB links> erreicht werden.
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Länge Feld
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Art 1
und 3 - 7
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Dieser Wert gibt die Ausgabelänge des aktuellen Abschlussfelds auf der Liste bzw. auf dem Protokollbildschirm an. Er wird ebenfalls aus der Datenbank oder durch das Format eines Rechenfelds vorbelegt. Eine Änderung dieses Werts ist in der Regel nicht notwendig und führt ggf. zu einer Formatänderung. Das heißt nach einer Änderung der Feldlänge werden zum Beispiel numerische Felder wie Textfelder behandelt (linksbündig ausgerichtet, Punkt als Dezimaltrenner). Bei Rechenfeldern sollte dieser Wert nur in Ausnahmefällen geändert werden, da bei jeder weiteren Bearbeitung der Rechenregel eine Warnung darauf aufmerksam macht, dass ein Rechenfeld in seinem Ausgabeformat nicht mehr mit der Definition in der Rechenregel übereinstimmt. Auch dieses Feld ist nur über <TAB links> erreichbar.
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bei Art 8
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Die Ausgabelänge der Anzahl gedruckter Datensätze ist immer 8 (7 Stellen numerisch + Vorzeichen) und kann nicht geändert werden.
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Abstände vor/nach
Die Abstandsangaben steuern die Positionierung der einzelnen Abschlussfelder. Dabei wird die Angabe "Abstand vor" vor der Ausgabe der Feldbezeichnung (bzw. des Textes bei Art 2 und 9) und die Angabe "Abstand nach" nach der Ausgabe des Abschlussfelds (bzw. des Textes bei Art 2 und 9) beim Druck ausgewertet. Als Abstand sind Zeichen-, Zeilen- und Seitenvorschübe möglich. Zeichenvorschübe werden durch einen numerischen Wert ungleich Null veranlasst, wobei der numerische Wert die Anzahl der einzufügenden Leerstellen angibt. Zeilenvorschübe werden durch einen mit "L" gekennzeichneten Wert hervorgerufen. Ein Vorschub um 3 Zeilen wird demnach mit "L3" angegeben. Als Vorschübe sind Werte von 0 bis 9 zulässig. Seitenvorschübe sind durch die Eingabe von "P" möglich.
BS (Bildschirm)
In dieser Spalte können Sie durch die Eingabe von "J" für Ja oder "N" für Nein entscheiden, ob das aktuelle Abschlussfeld auch auf dem Protokollbildschirm ausgegeben werden soll (Kapitel 9922.02 Bildschirmprotokoll) oder nicht. Wichtig ist dabei, dass für das Abschlussprotokoll maximal 5 Bildschirmzeilen mit maximal 78 Zeichen zur Verfügung stehen. In diesen Zeilen werden die gewünschten Abschlussfelder in der Reihenfolge ihrer Definition, bis die Bildschirmzeilen gefüllt sind, dargestellt. Felder, die länger als der noch zur Verfügung stehende Ausgabebereich sind, werden bei der Bildschirmausgabe ignoriert.
Funktionstasten
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<F2>
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Schrift
Für jedes Element des Listenabschlusses kann ein eigenes Schriftattribut angegeben werden. Dazu wird bei Betätigung der <F2>-Taste ein Fenster geöffnet, in dem die gewünschten Schriftattribute markiert werden können. Die Bedienung dieses Fensters ist im Kapitel 9921.08 Listenzeile beschreiben mit einer Abbildung erläutert (Abbildung "Schriftattribute").
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