9961 Konsistenzprüfung Datenbank (D01)
Jeder Datensatz einer Datei steht in einer logischen Verbindung zu Datensätzen anderer Dateien. Zum Beispiel muss zu jedem Satz in der Stücklistendatei ein Satz in der Teilestammdatei enthalten sein, der für das in der Stückliste angegebene Teil angelegt wurde. Das Programm prüft für eine ausgewählte Datei oder alle konfigurierbaren Dateien (siehe Feld «Datei-Index»), ob die für die Leitdatei logisch notwendigen Datensätze in anderen Dateien vorhanden sind. Die Dateien, die in einer logischen Verbindung zueinander stehen, werden "Koppeldateien" genannt.
Achtung
Das Programm ermöglicht auch das Löschen von Datensätzen, falls Inkonsistenzen aufgetreten sind. Das Löschen darf nur von einem geschulten und als "Supervisor" eingetragenen Mitarbeiter angewählt werden. Es sollte vorher unbedingt eine Datensicherung durchgeführt werden, und alle Mitarbeiter sollten infra:NET verlassen haben.
Inkonsistenzen können folgende Ursachen haben:
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Hardwarefehler, zum Beispiel Plattenfehler
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Stromausfälle nur in Ausnahmefällen
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Unsachgemäße Bearbeitung von Systemdatenbankdateien, zum Beispiel mit Editor
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Kopieren oder Rücksichern einzelner Dateien aus der Datenbank, zum Beispiel Rücksicherung einer alten Teilestammdatei, obwohl zwischenzeitlich neue Teile erfasst worden sind und in Stücklisten usw. auch verwendet werden.Je nach Auswahl der Datei im ersten Bildschirm werden unterschiedliche Selektionen angeboten.
Der Bereich der zu überprüfenden Datensätze kann durch Eingaben in die Selektionsfelder eingeschränkt werden. Falls der Bereich nicht eingegrenzt werden soll, ist keine Eingabe notwendig. Über Konfigurationsparameter (siehe Steckbrief SIBD01) und Dialogänderungen können auch weitere Selektionsfelder aufgenommen werden.
Nach der Selektionseingabe kann im nachfolgenden Fenster festgelegt werden, welche der konfigurierten Koppelungen geprüft werden sollen und welche Löschvorschläge stattfinden sollen. Die Vorbelegung der Markierungen kann über die Konfigurationsparameter festgelegt werden (siehe Steckbrief).
Während der Prüfung wird in der Hinweiszeile die aktuell bearbeitete Datei und der Schlüssel des Datensatzes angezeigt. Im Druckfenster werden nur die fehlerhaften Daten protokolliert.
Prüfungen werden über Parameter gesteuert
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Alle prüfbaren Dateien samt ihren Koppelungen, Selektionen, Löschanweisungen und Anzeigen sind über Parameter definiert.
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Grundsätzlich kann die Konsistenzprüfung auf jede infra-Datenbankdatei erweitert werden, ohne dass eine Programmänderung vorgenommen werden muss.
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Einige Prüfungen erfordern spezielle Sonderbehandlungen, die im Steckbrief vollständig beschrieben sind und teilweise in den nachfolgenden Beispielen auch erwähnt werden.Beschreibung der Bildschirmfelder
Datei-Index
In dieses Feld ist der Index der Datei einzugeben, deren Daten auf Konsistenz zu ihren Koppeldateien untersucht werden sollen. Die hier angegebene Datei wird als "Leitdatei" bezeichnet.
Der Index der Datei wird im infra-Hauptfenster im Menü "INFOSYSTEM - DATENBANKSTATUS" angezeigt. Nach Eingabe des Index erscheint die Bezeichnung der entsprechenden Datei neben dem Index.
Hinweis
Durch die Eingabe von Leerzeichen oder 0 wird veranlasst, dass die Konsistenzprüfung für alle im Feld «Datei-Liste» aufgeführten Dateien erfolgt, sofern laut Konfiguration (siehe Steckbrief) zu prüfende Dateien hinterlegt sind. In diesem Fall können keine Selektionen eingegeben werden. Das Programm prüft alle Daten. Je nach Datenvolumen kann die Prüfung sehr lange Zeit in Anspruch nehmen.
(Dateibezeichnung) Anzeigefeld
Die Bezeichnung der Datei, deren Index in das Feld «Datei-Index» eingegeben wurde, wird rechts neben dem Index angezeigt.
Datei-Liste
Alle hier angegebenen Dateien (zwischen 1 und 255) werden geprüft. Die Dateiangaben müssen durch Kommas getrennt werden. Von-/bis-Angaben müssen mit einem Minuszeichen erfolgen.
Beispiel
9-13, 22, 23, 100-123
Leerzeichen vor oder hinter dem Komma oder Minuszeichen sind zulässig. Dateien für die keine Prüfparameter hinterlegt sind, werden kommentarlos ignoriert.
Datensätze löschen Markierung
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Markierung ein
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Inkonsistente Datensätze werden gelöscht, sofern dies in den Parametern für die Leitdatei und/oder die Koppeldateien konfiguriert ist. Im Standard ist dies für keine Datei der Fall. Vor der Konfiguration eines Löschvorgangs sollte unbedingt eine Rücksprache mit dem Software-Lieferanten erfolgen.
Alle Löschkennungen sind in einem Folgedialog sichtbar und änderbar. Die Vorbelegung aus den Konfigurationsparametern kann damit übersteuert werden. Wer also inkonsistente Datensätze gefunden hat, kann gezielt mit geeigneten Selektionen die Inkonsistenzen bereinigen, ohne mühsam Konfigurationsparameter zu verändern.
Sollen die zu löschenden Sätze auch protokolliert werden, muss das Feld «Zu löschende bzw. gelöschte Sätze anzeigen» markiert sein. Sollte dies nicht der Fall sein, aber <Datensätze löschen» ist nicht markiert, wird ein Löschprobelauf durchgeführt.
Achtung
Das Programm ermöglicht auch das Löschen von Datensätzen, falls Inkonsistenzen aufgetreten sind. Das Löschen darf nur von einem geschulten Mitarbeiter angewählt werden, es sollte vorher unbedingt eine Datensicherung durchgeführt werden und alle Mitarbeiter sollten infra:NET verlassen haben.
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Markierung aus
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Inkonsistente Datensätze werden nicht gelöscht. Falls das Feld «Zu löschende bzw. gelöschte Sätze anzeigen» markiert ist, wird ein Löschprobelauf durchgeführt.
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Zu löschende bzw. gelöschte Sätze anzeigen Markierung
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Markierung ein
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Zu löschende bzw. löschbare Datensätze werden protokolliert. Falls das Feld «Datensätze löschen» nicht markiert ist, wird ein Löschprobelauf durchgeführt.
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Markierung aus
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Zu löschende bzw. löschbare Datensätze werden nicht protokolliert.
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Nachdem eine Datei ausgewählt wurde, werden entsprechend dieser Datei unterschiedliche Bildschirme aufgerufen. Der logische Programmablauf ist jedoch unabhängig davon immer derselbe. Im Folgenden wird der Programmablauf am Beispiel der Teilestammdatei (Index 006) ausführlich beschrieben.
